Foto: Jung und Wild design, Mica Zeitz

Hochzeit planen: So geht’s

Eine Hochzeit planen ist für manche eine Kinderspiel, für manche ein riesen Spaß und für andere der pure Stress. Und dann gibt es Paare, die gar nicht wissen wo man eigentlich anfängt. Kommt Euch letzteres bekannt vor? Dann geht es Euch genau wie Paul & Paula. Die haben sich erst vor kurzem verlobt und standen anschließend vor einem großen Fragezeichen, wie man so eine Hochzeit planen muss. Wir von Strauß & Fliege haben die beiden vom Heiratsantrag bis hin zur “fertigen” Hochzeitsfeier begleitet. Lest Euch durch die spannenden kleinen Interviews, wie Paul & Paula Ihre Hochzeit planen, was Ihr zuerst machen müsst, was zum Schluss und was man vielleicht sogar auch einfach lassen kann. Los geht’s:


Foto: Jung und Wild Design

Teil 1: Hochzeit planen

Strauß & Fliege: ,,Wow, Du Paul hast Paula einen Heiratsantrag gemacht. Das macht man ja nicht einfach so. Könnt Ihr uns kurz zusammenfassen, wie lange Ihr schon zusammen seid und vielleicht ein paar Sätze über Eure Beziehung sagen?”

Paul: ,,Wir sind seit 3,5 Jahren zusammen und haben eine sehr harmonische Beziehung. Streit kommt sehr selten vor – wenn dann diskutieren wir auf Augenhöhe. Da wir aber eh meistens einer Meinung sind, kommt auch das selten vor. Wir sind beide Menschen, die viel und gerne draußen unterwegs sind, aber gleichzeitig auch mal Couchpotato sein können.

Paula: ,,Gerade das ist das tolle an Paul, für Ihn muss ich mich nicht aufbrezeln bis zum geht nicht mehr. Er liebt mich auch in Jogginghose, schiefem Dutt auf dem Kopf und ohne ganz Make-up im Gesicht. Tatsächlich meint er immer, er fände mich gerade dann am attraktivsten.” (lacht)


Strauß & Fliege: ,,Wieso stand denn jetzt die Hochzeit auf dem Programm? Was hat Dich dazu bewogen jetzt und nicht letztes Jahr oder in einem Monat den Antrag zu machen?

Paul: ,,Ich denke, das weiß man(n) einfach irgendwann. Wenn Du merkst, dass Du diese Frau eben genauso wie sie ist immer an Deiner Seite haben möchtest. Und wenn Du dir ein Leben ohne Sie nicht vorstellen kannst, weil sich zusammen einfach alles besser anfühlt. Und weil ich nicht will, dass das mal endet, habe ich sie gefragt.

Paula: ,,Und ich hab ja auch JA gesagt. Ich finde, ein Jahr früher wäre es auch einfach etwas arg früh gewesen. 2 Jahre sind zwar schon eine gute Zeit, aber um jemanden wirklich in und auswendig zu kennen muss man auch verschiedenste Situationen miteinander zu erleben. Das braucht einfach Zeit.

Paul: ,,Warum nicht erst nächstes Jahr wolltet Ihr noch wissen. Nun ja, mittlerweile ist es ja so, dass Du mit dem Hochzeit planen mindestens ein Jahr vorher dran sein muss. Wenn ich Paula also nächstes Jahr heiraten will, musste ich sie ja dieses Jahr fragen. (lacht) Wobei wir schon gehört haben, dass der Trend eher auf zwei Jahre Vorausplanung geht. Echt Wahnsinn.


Strauß & Fliege: ,,Für die Männer ist der Prozess, diese Frage zu stellen, ja ein längerer. Wann hast Du das erste Mal darüber nachgedacht, Paula einen Antrag zu machen? Und hast Du Freunde oder Familie eingebunden?”

Paul: ,,Wie gesagt, ich denke man weiß das einfach irgendwann einfach. Dann merkst Du, dass Du angekommen bist und alles so bleiben soll wie es ist. Es gibt ja Frauen, die machen Druck und ständige Andeutungen – das hat Paula nie gemacht. Aber wenn man gemeinsam Dinge plant, die langfristig sind, so wie Haus, Kinder, etc. warum soll man dann nicht auch gleich heiraten? Meine Familie oder Freunde habe ich nicht eingebunden. Diese Entscheidung betrifft nur mich und meine zukünftige Frau, niemand anderen.

Strauß & Fliege: ,,Paula, Du hast nicht geahnt, oder?”

Paula: ,,Ich hätte ich gedacht, ich merke es ihm an, wenn es soweit ist. Aber nein, ich war völlig überrascht. Hat er gut gemacht! (zwinkert) Ich muss aber auch sagen, dass ich mir immer einen Heiratsantrag “aus einer Alltagssituation heraus” gewünscht habe. Eine ganz normale Situation, in der aber einfach alles alltäglich perfekt ist. Obwohl ich auf Pink und Glitzer total stehe, wollte ich diesen Rosenblätter-Candle-Light-Kram nicht. Das musste am Ende nur wieder aufräumen und die Romantik ist dann so richtig hin.” (grinst)


Strauß & Fliege: ,,Was ist denn dann eigentlich der erste Step, den man als angehendes Brautpaar macht?”

Paul: ,,Also, als nächstes hat sie dann erstmal JA gesagt, das war mir als “erster Step” auch echt genug!” (lacht)

Paula: ,,Ich hab anschließend super Herzrasen gehabt und war total aufgeregt. Eigentlich komisch, weil die Frage war ja gestellt (und beantwortet) und das war ja schon mal gut. Dennoch war dann meine erste Frage: “Und was muss ich jetzt machen? So als Verlobte?” Zum Glück haben schon einige Freunde von uns bereits letztes Jahr geheiratet und konnten und beim Hochzeit planen und den Startschwierigkeiten helfen.

Paul: ,,Und da haben wir gelernt, dass Step 1 immer und auf jeden Fall erstmal die GÄSTELISTE ist. Ohne die kommst Du eigentlich bei keinem anderen Punkt auf der Hochzeits-To-Do-Liste weiter.



Wir begleiten Paul & Paula bis zu ihrer Trauung im nächsten Jahr und werden jede Woche vier Fragen stellen, die sich rund um Ihre Hochzeitsplanung drehen. Dann erfahrt ihr mehr über den Step 2. Bis zur nächsten Woche!


Teil 2: Hochzeitslocation

Strauß & Fliege: ,,Hallo ihr zwei! Wieder eine Woche. Was ist in Bezug auf Eure Hochzeit passiert? Zur Gästeliste kommen wir gleich, daher sagt gerne, was Euch noch so beschäftigt hat!”

Paula:,,Das klingt jetzt vermutlich total übermotiviert, aber tatsächlich ist das Thema Brautkleid jetzt schon sehr relevant. Das tolle ist nämlich, dass Du jetzt im Juli/August super schöne günstige Brautkleider im SALE finden kannst. Die meisten Brautkleidläden haben aktuell Kollektionswechsel, da gerade eigentlich keine “Brautkleid-Saison” ist. Alle Bräute, die jetzt Ihre Sommerhochzeit feiern, haben bereits Ihr Kleid und für alle, die erst nächsten Sommer heiraten ist es oft noch zu früh. Das heißt, die Brautläden führen jetzt Ihre Kollektionswechsel durch, damit dann im September/Oktober die neuesten Modelle im Schaufenster stehen. Das heißt, jetzt kannst Du die vermeintliche “alte” Kollektion von 2018/19 reduziert kaufen, obwohl sie ja eigentlich noch gar nicht alt ist. Kann ich nur jeder Braut empfehlen.

Paul:,,Außerdem haben wir bereits Fotografen und DJs angeschrieben und die Preise vergleichen. Tatsächlich war bereits einer unserer Wunsch-Kandidaten ausgebucht – obwohl es ja noch über ein Jahr hin ist. Man muss wirklich immer früher dran sein, wenn man bestimmte Dienstleister haben möchte. Und nicht zu vergessen, wir haben unsere Trauzeugen ausgewählt und ihnen die frohe Kunde gebracht. Und jetzt steht vor allem an, die passende Hochzeitslocation zu finden, nachdem wir die Gästeliste geschrieben haben.”


Strauß & Fliege: ,,Welche Kriterien habt Ihr angelegt bzgl. Eurer Einladungspolitik.”

Paula: ,,Also wir haben zuerst eine Liste “aus dem Bauch heraus” geschrieben. Wer einem da eben so als erstes in den Sinn kommt. Das sind meistens sowieso die Leute, die einem am nächsten stehen oder einen besonderen Platz in Deinem Herzen haben. Dann sind wir nochmal durchgegangen und haben bewusst den Teil “Familie” aufgelistet und den Teil “Freunde”.

Paul: ,,Genau. Wir haben erstmal dann einfach alle Leute aufgeschrieben, haben das nochmal mit unseren Whatsapp Kontakten abgeglichen (es ist ja nichts schlimmer, als wenn Du ausversehen mal wirklich wen vergisst). Und dann haben wir geschaut, auf wie viele Personen wir da überhaupt gemeinsam kommen.

Paula: ,,Mit dieser ersten groben Gästeanzahl kann man dann auch gut losziehen und eine passende Hochzeitslotion finden. Ich finde, darauf sollte man besonders viel Wert legen, denn so eine Location kann die Stimmung einer ganzen Hochzeit total stark beeinflussen. Wenn man Deine seine perfekte Hochzeitslocation gefunden hat, kann man sich von den Inhabern, Betreibern oder Wirten sagen lassen, welches die optimale Personenanzahl wäre, ohne dass es zu voll oder zu leer wird. Auch das können echte Stimmungskiller sein.

Paul: ,,Wenn man sich dann in eine Hochzeitlocation verliebt hat (so wars bei uns) kann man entsprechend der vorgegebenen Personenanzahl die Gästeliste immer noch erweitern oder kürzen, sodass der Raum optimal befüllt ist. Besonders das Kürzen ist dann einfach auch eine Herzenssache. Wir haben beschlossen, dass wir keine “Pflichteinladungen” aussprechen (nur weil es der Onkel 5. Grades ist, den man seit 20 Jahren nicht mehr gesehen hat), sondern einfach Leute auswählen, über die wir uns an dem besonderen Tag freuen würden, sie zu sehen. Und das muss nicht immer mit rationalen Gründen zusammenhängen, sondern das ist einfach ein Gefühl. Manche Menschen hat man einfach gerne um sich.


Strauß & Fliege: ,,Jetzt wollen wir natürlich wissen, was für die nächste Woche auf dem Programm steht: Was habt Ihr Euch als nächsten Schritt vorgenommen.”

Paul: ,,Jetzt werden wir uns um eine Location kümmern. Wir wissen jetzt, wir groß unsere Gästeliste ist und schauen uns mal um. Wir müssen uns dafür natürlich auch überlegen, ob wir eher was schickeres möchten (Hotel, Schlößchen, Burg oder so) oder eher gemütlich-rustikal wie in einer urigen Hütte oder sogar einer Hütte auf dem Berg. Wir tendieren aber stark zu einer Hütten-Hochzeit, da wir ja im Allgäu leben.

Paul: ,,Genau. Wir schauen hierfür viel im Internet und rufen dort dann direkt an, um zu fragen auf wie viele Personen die Location ausgelegt ist. Denn wenn das schon nicht passt, kann man sich das Hinfahren direkt sparen. Ansonsten muss man aber auf jeden Fall hinfahren, um die Räumlichkeiten live zu erleben. Ich würde keinem raten, sich nur auf Fotos aus dem Internet zu verlassen.

Paula: ,,Außerdem hätte ich gerne, dass die Gäste von der Trauung zur Location nicht so einen weiten Weg haben. Deshalb suchen wir im Umkreis unserer Gemeinde. Wobei, wenn es dann die Traum-Location ist muss man auch da Prioritäten setzen denke ich. Bestimmt können wir Euch zu unserer Location und wie es dann weitergeht mehr sagen.” (grinst)


Wir begleiten Paul & Paula bis zu ihrer Trauung im nächsten Jahr und werden jede Woche vier Fragen stellen, die sich rund um Ihre Hochzeitsplanung drehen. Dann erfahrt ihr mehr über den Step 3. Bis zur nächsten Woche!

Teil 3: Die eigentliche Trauung

Strauß & Fliege: ,,Willkommen zurück zum 3. Teil unserer Interview-Reihe zum Thema “Hochzeit planen – so gehts”. Ihr wart ja letzte Woche noch auf Location-Suche, nachdem Ihr Eure Gästeliste erstellt habt. Seid Ihr fündig geworden?”

Paul: ,,Ja zum Glück. Wir sind nach der Arbeit oder am Wochenende herumgefahren und haben ein paar Locations angesehen, die nah bei einander lagen. Teilweise haben wir auch bei Locations angehalten, die wir einfach optisch schön fanden und haben ganz spontan bei den Bedienungen nachgefragt. Schließlich haben wir ca 25 Minuten von unserem Wohnort was schönes gefunden, was unseren Vorstellungen entsprach.

Paula: ,,Da wir eine Sommerhochzeit im August feiern, war es es uns wichtig, einen Innen- und Außenbereich zu haben. Beides sollte auch ungefähr gleich-schön sein, damit man im Falle von Regen oder Sonne keine Abstriche machen muss. Oft sind nur die Räumlichkeiten schön ausgebaut, aber draußen gibt es dann nur eine langweilige Rasenfläche. Oder es gibt einen wunderschönen Garten, aber innen war es dann zu klein oder zu dunkel… Aber jetzt haben wir die optimale Location für uns gefunden!


Strauß & Fliege: ,,Das ist ja super, dann kannst beim Hochzeit planen ja jetzt weitergehen, oder? Was steht jetzt an?”

Paula: ,,Wir haben mit der Hochzeitslocation bereits ein fixes Datum festgelegt. Am 22.08.2020 werden wir dort feiern. (strahlt) Das ist ein Samstag, und nebenbei bemerkt der einzige, den unsere Location im August 2020 noch frei hatte! Man muss also wirklich früh dran sein. Da das aber eh unser Wunsch-Datum war, haben wir sofort zugeschlagen und verbindlich reserviert.

Paul: ,,Genau. Der Step 3 in der Hochzeitsplanung ist dann, dass man sich um seine eigentlich Trauung kümmert. Egal, ob man eine freie Trauung oder eine kirchliche plant. Ihr müsst ja auf jeden Fall den freien Trauredner buchen oder den Pfarrer der Gemeinde anrufen und Eure Trauung für das Datum ankündigen. Wäre ja der Supergau, wenn an dem Datum dann schon 5 Paare in Eurer Gemeinde heiraten und nix mehr geht.“(lacht)

Paula: ,,Genau, also sobald das Datum der Hochzeitslocation steht, ruft Ihr den Pfarrer oder den Traredner an, um auch dort das Datum zu reservieren. Bei einer freien Trauung kommt noch hinzu, dass Ihr Euch vielleicht noch um die Örtlichkeit der freien Trauung kümmern müsst. Optimalerweise habt Ihr Euch eine Hochzeitslocation ausgesucht, mit der Ihr das direkt abdecken könnt, aber manchmal hat man ja besondere, persönliche Orte im Kopf, an denen man sich gerne frei Trauen lassen möchte. Zum Beispiel im Garten der Oma, wo man früher viel gespielt hat, auf einer Waldlichtung oder an einem See.

Paul: ,,Achja, und natürlich müsst ihr Euch noch überlegen, wann das Standesamt sein soll. Paula war ja gleich so motiviert, dass sie am liebsten gleich am nächsten Tag ins Gemeindehaus gegangen wäre. (lacht) Bei uns auf dem Dorf kann sowas ganz schnell gehen, wenn man das möchte. Wir haben uns jetzt aber dafür entschieden, dass wir das Standesamt einen Tag vor der kirchlichen Trauung machen, also am 21.08.2020.


Strauß & Fliege: ,,Das ist ja cool, dann ist das Gefühl des Verheiratet sein ja noch ganz frisch! Aber wird Euch das nicht zu stressig mit der Hochzeitsplanung, wenn Ihr an zwei Tagen hintereinander feiert?”

Paula: ,,Guter Punkt, haben wir auch erst gedacht. Aber wir sind Menschen, die Ihre Hochzeit nicht überperfektionieren. Wir lassen den Tag selber einfach auf uns zukommen, und wenn irgendwo was nicht zu 100 % so läuft wie geplant ist das eben so.

Paul: ,,Genau. Und für das Standesamt planen wir dann auch keine riesige Sache, da wir die eigentliche Party ja eh am nächsten Tag haben. Wir gehen mit der Familie am Freitag Nachmittag ins Standesamt und gehen anschließend zum traditionellen “Hutessen”. Dann geht es zeitig ins Bett damit wir am nächsten Tag fit sind.

Paula: ,,Außerdem muss man dazu sagen, dass meine Familie und einige Freunde über 700 km anreisen müssen, da ich ursprünglich aus Nordeutschland komme, wir aber im Allgäu wohnen und heiraten. So muss keiner zwei mal den weiten Weg auf sich nehmen.”


Strauß & Fliege: ,,Das ist ein schöner Gedanke! Und so ein Hochzeits-Party-Wochenende wird für Euch als Brautpaar bestimmt was ganz besonderes. Habt Ihr eigentlich schon jemandem von Euren Hochzeitsplänen erzählt?”

Paul: ,,Ja gut, dass Du es sagst! Denn nachdem Ihr in Step 2 die Hochzeitslocation gebucht und in Step 3 den Pfarrer oder freien Trauredner kontaktiert habt, sollte in Step 4 die berühmte “Save the Date” Karte folgen.

Paula: ,,Allerdings haben wir tatsächlich unsere engsten Freunde und Familie in den ersten 2-3 Tagen nach dem Antrag davon erzählt. Wenn man sich trifft, fällt manchen der Verlobungsring sowieso schnell auf, da ich sonst nicht viel Schmuck trage. Unsere “Save the Date” Karten habe ich dann übrigens selber gebastelt, da das sehr viel preisgünstiger sein kann, als sie zu fertig zu kaufen. Gerade wenn Ihr ein Budget beim Hochzeit planen einhalten wollt, sind Do-it-yourself-Lösungen sehr praktisch, sehen schön aus und machen ja auch viel Spaß. 🙂 Dazu erzähle ich Euch dann nächste Woche gerne mehr.” (grinst)

Paul: ,,Jaaa, da bin ich dann raus. Das Basteln hat Paula übernommen und mit Kreativität hab ich es generell nicht so.”(lacht)


Strauß & Fliege: ,,Da bin ich mal gespannt, was Ihr nächste Woche wieder zu erzählen habt. Dann widmen wir uns mal dem kreativen Bastel-Thema zu dem Du bestimmt ein paar Tipps und Tricks auf Lager hast, liebe Paula. Vielen Dank und bis nächsten Sonntag!”

Teil 4: Die Einladungskarten

Strauß & Fliege: ,,Wir begrüßen wieder alle Leser & Leserinnen zurück zum 4. Teil unserer Interview-Reihe zum Thema “Hochzeit planen – so gehts”. Heute geht es um die Schritte, nachdem Ihr Eure Hochzeitslocation gefunden und Euer Hochzeitsdatum beim Standesamt und ggf. beim Pfarrer oder freiem Trauredner reserviert habt. Was steht jetzt bei Euch an, Paul und Paula?”

Paula: ,,Also wir haben jetzt dann erstmal eine “kreative Pause” von der eigentlichen Organisation gemacht. Das heißt ich habe mich mal die letzte Woche, nachdem alles reserviert war, mit Save the Date Karten und Einladungskarten befasst. Man hat da generell 3 Möglichkeiten: entweder bestellt man welche online, man schaut in diversen Geschäften und bestellt dort das gewünschte Design (weil sie meistens keine 50 Karten eines Designs vorrätig haben) oder man bastelt selbst. Das ist letztlich eine Frage, wie hoch das Budget ist und wie viel Spaß man selbst am Basteln hat. Je nachdem wie viele Gäste man hat, muss man da schon mal gute 40 Stunden Arbeit einplanen.

Paul: ,,Zuerst haben wir uns um die sogenannte Save the Date Karte gekümmert. Wir haben ein fertiges Design von Google “Bilder” genommen. Hier findet Ihr ein paar schöne Sachen >> In Power Point könnt ihr zum Beispiel einfach die vorgegebenen Namen rausretuschieren und Eure Namen einsetzen. Dann ausdrucken, auf eine Bastelpappe kleben und ausschneiden. Wir haben hierzu Kraftpapier verwendet. Das kann man einfach bei Amazon bestellen. Am besten gleich 50 A3 Blätter, denn dann könnt Ihr auch gleich die richtigen Einladungen und noch Tischkarten, Menükarten und so weiter daraus machen.

Paula: ,,Wir fanden das Kraftpapier auch schön, weil es gut zu unserem “rustikalen Hüttenstil” passt. Wenn ihr das faltet, mit einem Klebestift weißes Spitzenband aufklebt und mit einem weißen Edding das ganze beschriftet, sieht das ganz schnell sehr schön aus. Das “Innenleben” der Karten haben wir einfach in Microsoft Word selber geschrieben und ein paar Muster eingefügt. Man muss ein bisschen ausprobieren, bis man die richtige Größe hat, damit es gut in die Einladungen passt. Auf der Website vom Provinzkindchen gibt es hierfür eine genaue Anleitung. Insgesamt kommt ihr dann so auf 60 € Materialkosten für ca. 60 Einladungskarten (bei ca. 100 Gästen). Alternativ könnt ihr z.B. bei der Kartenmacherei.de oder bei meine-hochzeitsdeko.de welche bestellen. Da liegt Ihr dann je nach Kartendesign bei 150 – 250 € für 60 Einladungskarten.


Strauß & Fliege: ,,Also Ihr mögt es von Stil her rustikal-romantisch. Was gibt es denn noch so für Tricks, wie man seinen Karten einen bestimmten Look verpassen kann?”

Paula: ,,Generell wirkt braun mit weiß bzw. Holz mit weißer Spitze immer schlicht und schön. Besonders weißes Spitzenband oder Tüllbänder geben jeder Einladungskarte gleich einen Hochzeits-Look. Mit einer Stanzmaschine bekommt man tolle Muster in die Karten, die gleich sehr filigran und elegant wirken. Wer Glitzer möchte, kann sich Glitzer zum Streuen in so kleinen Fläschchen aus dem Bastelshop holen. Dann einfach Flüssigkleber oder Nagellack auf die Stellen der Karte auftragen und den Glitzer drüber streuen. Trocknen lassen, und übrigen Glitzer abklopfen. So könnt Ihr glitzernde Herzen kreieren oder eine Glitzer-Umrandung schaffen. Dinge mit 3D Effekt sind auch immer schick: Kleine Stoff-Rosen zum aufkleben, Perlen oder Schmetterlinge sehen echt cool aus. Aber macht die Karten natürlich auch unhandlicher.


Strauß & Fliege: ,,Und was würdet Ihr sagen, muss unbedingt in der Einladung stehen?”

Paul: ,,Das ist eine gute Frage, da haben wir uns nämlich am Anfang zu wenig Gedanken gemacht beim Hochzeit planen und mussten dann teilweise nochmals das Innenleben ausdrucken (lacht). Also auf jeden Fall natürlich dass es um Eure Hochzeit geht und Eure Namen sind nie schlecht. Dann Datum, Uhrzeit, Ort der Trauung und Party-Location müssen für alle Gäste gleich klar sein. Außerdem unterschreiben wir alle Karten auch noch mal selber, das macht das ganze persönlicher, als wenn alles nur aus dem Computer kommt.

Paula: ,,Außerdem solltet Ihr um Zu- und Absagen bis zu einem bestimmten Datum bitten und Eure Kontakte bzw. die Eurer Trauzeugen angeben. Wenn jemand Einlagen oder Überraschungen für Euch plant, müssen die Leute ja Eure Trauzeugen erreichen können. Dann haben wir jetzt einen Dresscode schon in der Einladung vorgegeben. Wenn man das mündlich macht lauft Ihr Gefahr, dass es die Gäste vergessen. Wir wünschen uns beispielsweise unsere Gäste in Tracht, daher haben wir das mit in die Einladung geschrieben. Auch, dass wir uns Geld als Geschenke wünschen haben wir vermerkt. So muss keiner nachfragen. Und ich habe mir zum Schluss noch einen kleinen Spaß erlaubt und darum gebeten, dass jeder Gast ein pinkes, glitzerndes Detail trägt. Mal schauen, wie viele Gäste dieser Bitte nachkommen.” (lacht)

Paul: ,,Falls Ihr ein Menü anstatt einem Buffet habt, kann es sich unter Umständen auch lohnen eine kleine Essens-Abfrage in die Einladungskarten zu integrieren. Wenn Ihr beim Hochzeit planen mit Eurer Location oder dem Caterer abgesprochen habt, dass es nur wenige Gerichte geben soll, sind sie oft dankbar, wenn man eingrenzen kann wie viel Fleisch, Fisch und vegetarisches Essen benötigt wird.

Paul: ,,Bei all den Infos sollte man trotzdem darauf achten, dass die Einladung nicht wie ein Roman geschrieben wird, sondern alle Fakten leicht zu lesen sind. Man kann vorfrankierte Antwortkarten dazulegen oder eben um E-Mail/Whatsapp Nachrichten bitten. Wir leben ja mittlerweile in einem Zeitalter, in dem das sogar für einige Omas und Opas nicht mal mehr ein Problem darstellt. 🙂 Was auch immer schön ist, sind kleine Magneten für den Kühlschrank – wenn Ihr keine Save the Date Karten für die Pinnwand verteilt habt.


Strauß & Fliege: ,,Ihr Lieben, vielen Dank für diese ganzen tollen Ideen! Das man auf so viel achten sollte ist wirklich spannend und hilft bestimmt einigen weiter. Wir sehen uns dann zum nächsten Teil am kommenden Sonntag wieder. Da geht es dann weniger kreativ und wieder mehr organisatorisch zu, wie ich herausgehört habe. 🙂 Habt eine schöne Woche!”

Hochzeit planen To-Do-Liste:

  1. Gästeliste erstellen
  2. Hochzeitslocation reservieren
  3. Gleiches Datum für Trauung bei freiem Trauredner und/oder Pfarrer reservieren
  4. Save the Date Karte
  5. Einladungskarten basteln
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