Foto: Jung und Wild design, Mica Zeitz

Hochzeit planen – Teil 5: Die Einladungen

Hallo und willkommen zurück zu unserer Interview-Reihe zum Thema Hochzeitsplanung! Unser Lieblingspaar Paul und Paula teilen mit uns regelmäßig wie es ihnen bei der Planung ihrer Hochzeit ergangen ist. Strauß & Fliege begleitet die beiden nun schon seit einigen Wochen und hat dabei zum Beispiel schon erlebt wie die beiden ihre Gästeliste erstellt und eine Location ausgesucht haben.

Heute wird es ernst: Heute gehen die Einladungen für ihre Hochzeit raus!

Teil 5: Save the Date und Einladungskarten

Strauß & Fliege: Hallo, Ihr beiden, da sind wir wieder! Heute geht es um die Schritte, nachdem Ihr Eure Hochzeitslocation gefunden und Euer Hochzeitsdatum beim Standesamt und ggf. beim Pfarrer oder freiem Trauredner reserviert habt. Was steht jetzt bei Euch an, Paul und Paula?

Paula: Also wir haben jetzt dann erstmal eine “kreative Pause” von der eigentlichen Organisation gemacht. Das heißt ich habe mich mal die letzte Woche, nachdem alles reserviert war, mit Save the Date Karten und Einladungen für die Hochzeit befasst. Man hat da generell 3 Möglichkeiten: entweder bestellt man welche online, man schaut in diversen Geschäften und bestellt dort das gewünschte Design (weil sie meistens keine 50 Karten eines Designs vorrätig haben) oder man bastelt selbst. Das ist letztlich eine Frage, wie hoch das Budget ist und wie viel Spaß man selbst am Basteln hat. Je nachdem wie viele Gäste man hat, muss man da schon mal gute 40 Stunden Arbeit einplanen.

Paul: Zuerst haben wir uns um die sogenannte Save the Date Karte gekümmert. Wir haben ein fertiges Design von Google “Bilder” genommen. Sucht einfach mal nach “save the date karte” – da findet man wirklich ein paar schöne Sachen! In Power Point könnt ihr dann zum Beispiel einfach die vorgegebenen Namen rausretuschieren und Eure Namen einsetzen. Aussdrucken, auf eine Bastelpappe kleben und ausschneiden. Wir haben hierzu sogenanntes “Kraftpapier” verwendet. Das kann man einfach bei Amazon bestellen. Nehmt am besten 50xA3 Blätter, denn dann könnt Ihr auch gleich die richtigen Einladungen für Eure Hochzeit und noch Tischkarten, Menükarten und so weiter daraus machen.

Paula: Wir fanden das Kraftpapier auch schön, weil es gut zu unserem “rustikalen Hüttenstil” passt. Wenn ihr das faltet, mit einem Klebestift weißes Spitzenband aufklebt und mit einem weißen Edding das ganze beschriftet, sieht das ganz schnell sehr schön aus. Das “Innenleben” der Karten haben wir einfach in Microsoft Word selber geschrieben und ein paar Muster eingefügt. Man muss ein bisschen ausprobieren, bis man die richtige Größe hat, damit es gut in die Einladungen passt.

Auf der Website vom provinzkindchen.com gibt es hierfür eine genaue Anleitung. Insgesamt kommt ihr damit so auf 60 € Materialkosten für ca. 60 Einladungskarten (bei ca. 100 Gästen). Alternativ könnt ihr z.B. bei der kartenmacherei.de oder meine-hochzeitsdeko.de welche bestellen. Da liegt Ihr dann je nach Kartendesign bei 150 – 250 € für 60 Einladungskarten.

Also Ihr mögt es von Stil her rustikal-romantisch. Was gibt es denn noch so für Tricks, wie man seinen Karten einen bestimmten Look verpassen kann?

Paula: Generell wirkt braun mit weiß bzw. Holz mit weißer Spitze immer schlicht und schön. Besonders weißes Spitzenband oder Tüllbänder geben jeder Einladungskarte gleich einen Hochzeits-Look. Mit einer Stanzmaschine bekommt man tolle Muster in die Karten, die gleich sehr filigran und elegant wirken. Wer Glitzer möchte, kann sich Glitzer zum Streuen in so kleinen Fläschchen aus dem Bastelshop holen. Dann einfach Flüssigkleber oder Nagellack auf die Stellen der Karte auftragen und den Glitzer drüber streuen. Trocknen lassen, und übrigen Glitzer abklopfen. So könnt Ihr glitzernde Herzen kreieren oder eine Glitzer-Umrandung schaffen. Dinge mit 3D Effekt sind auch immer schick: Kleine Stoff-Rosen zum aufkleben, Perlen oder Schmetterlinge sehen echt cool aus. Aber macht die Karten natürlich auch unhandlicher.

Und was würdet Ihr sagen, muss unbedingt in der Einladung stehen?

Paul: Das ist eine gute Frage, da haben wir uns nämlich am Anfang zu wenig Gedanken gemacht beim Hochzeit planen und mussten dann teilweise nochmals das Innenleben ausdrucken (lacht). Also auf jeden Fall natürlich dass es um Eure Hochzeit geht und Eure Namen sind nie schlecht. Dann Datum, Uhrzeit, Ort der Trauung und Party-Location müssen für alle Gäste gleich klar sein. Zudem unterschreiben wir alle Karten auch noch mal selber, das macht das ganze persönlicher, als wenn alles nur aus dem Computer kommt.

Paula: Außerdem solltet Ihr um Zu- und Absagen bis zu einem bestimmten Datum bitten und Eure Kontakte bzw. die Eurer Trauzeugen angeben. Wenn jemand Einlagen oder Überraschungen für Euch plant, müssen die Leute ja Eure Trauzeugen erreichen können. Dann haben wir jetzt einen Dresscode schon in der Einladung vorgegeben. Wenn man das mündlich macht lauft Ihr Gefahr, dass es die Gäste vergessen. Wir wünschen uns beispielsweise unsere Gäste in Tracht, daher haben wir das mit in die Einladung geschrieben. Auch, dass wir uns Geld als Geschenke wünschen haben wir vermerkt. So muss keiner nachfragen. Und ich habe mir zum Schluss noch einen kleinen Spaß erlaubt und darum gebeten, dass jeder Gast ein pinkes, glitzerndes Detail trägt. Mal schauen, wie viele Gäste dieser Bitte nachkommen. (lacht)

Paul: Falls Ihr ein Menü anstatt einem Buffet habt, kann es sich unter Umständen auch lohnen eine kleine Essens-Abfrage in die Einladungskarten zu integrieren. Wenn Ihr beim Hochzeit planen mit Eurer Location oder dem Caterer abgesprochen habt, dass es nur wenige Gerichte geben soll, sind sie oft dankbar, wenn man eingrenzen kann wie viel Fleisch, Fisch und vegetarisches Essen benötigt wird.

Paula: Bei all den Infos sollte man trotzdem darauf achten, dass die Einladungen für die Hochzeit nicht wie ein Roman geschrieben wird, sondern alle Fakten leicht zu lesen sind. Man kann vorfrankierte Antwortkarten dazulegen oder eben um E-Mail/Whatsapp Nachrichten bitten. Wir leben ja mittlerweile in einem Zeitalter, in dem das sogar für einige Omas und Opas nicht mal mehr ein Problem darstellt. 🙂 Was auch immer schön ist, sind kleine Magneten für den Kühlschrank – wenn Ihr keine Save the Date Karten für die Pinnwand verteilt habt.

Ihr Lieben, vielen Dank für diese ganzen tollen Ideen! Das man auf so viel achten sollte ist wirklich spannend und hilft bestimmt einigen weiter. Wir sehen uns dann zum nächsten Teil wieder. Da geht es dann weniger kreativ und wieder mehr organisatorisch zu, wie ich herausgehört habe. 🙂 Habt eine schöne Zeit!


Wenn Ihr wissen wollt, wie es weitergeht bei Paul & Paula findet Ihr hier alle Folgen im Überblick!

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