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Wie wird man freier Hochzeitsredner?

Habt Ihr Euch schon mal gefragt, wie man überhaupt freier Redner auf Hochzeiten wird? Ist ja auf jeden Fall kein 08/15 Job. Immer wieder stellen Paare, die Johann-Jakob bei ihrer Hochzeitsplanung betreut, diese Frage. Und damit auch andere Paare und die Leser von Strauß & Fliege schon vor ab wissen wie es eigentlich dazu kam, dachten wir uns: Schreiben wir das doch mal auf.

Gestatten: Johann-Jakob Wulf – freier Hochzeitsredner. Seit Frühjahr 2014 bin ich freier Redner für Hochzeiten und andere Feste. Wie es dazu kam, war eigentlich ein kleiner Zufall. Meine beste Freundin war damals Trauzeugin und auf der Suche nach einem Freiem Redner für die Hochzeit ihrer Freunde. Diese Aufgabe stellte sich jedoch als gar nicht so einfach heraus. Keiner der kontaktierten Redner passte vom Typ und der Art ihrer Reden zum Stil des Festes und zur Persönlichkeit des Paares. Das geplante Fest sollte ganz im Bohemian-Style statt finden, auf einer freien Wiese mit blühenden Feldblumen rund um eine liebevoll dekorierte Vintage-Scheune.

Vor vielen Menschen zu sprechen, war für mich nie schwer gewesen und durch meine Auftritte mit meiner Band hatte ich auch schon einige Erfahrung damit, auf einer Bühne zu stehen. Als ich dann aber gefragt wurde, den Job als Redner zu übernehmen, war ich zunächst schon etwas überrascht, sagte schließlich jedoch zu.

Als der Hochzeitstermin dann näher kam, wurde die Aufregung doch immer größer. Sehr schnell merkte ich, dass diese Aufgabe nicht nur bedeutet, vor einem großen Publikum zu stehen, sondern vor allem die richtigen Worte für diesen einen besonderen Tag im Leben eines Paares zu finden, der ihre Liebe und Zuneigung zueinander zeigen soll ohne in Kitsch zu verfallen.

Um die Rede so persönlich wie möglich zu gestalten, habe ich mich nicht nur einmal mit dem Paar selbst getroffen, sondern mich auch mit vielen engen Freunden und der Familie von ihnen unterhalten. Ich habe mir auch umfassend Tipps von meinem Vater geholt, der als Pastor schon viele Hochzeiten gehalten hat. Mit dem Paar habe ich dann zusammen überlegt, welche Elemente wir für die freie Trauung nehmen können und welche nicht passend sind.

Und die Zeremonie wurde super – die Worte waren richtig gewählt, die Gäste hatten Tränen in den Augen und genügend Gründe zum Schmunzeln und Lachen gab es auch.

Ich selbst habe mich auch als eine Art Requisite der Hochzeit gesehen und mich mit meinem Outfit selbstverständlich dem ganzen Stil der Feier angepasst – hochgekrempelte Hemdärmel, Hosenträger und Hut. Denn einen guten Redner macht nicht nur die Wahl der richtigen Worte aus, sondern sein gesamtes Erscheinungsbild und wie gut er in die Inszenierung des ganzen Festes passt.

Am Ende wollten einige Gäste Visitenkarte haben – die ich damals noch nicht hatte – ich dachte ja, es wäre eine einmalige Sache. Durch Mundpropaganda wurde ich immer wieder weiterempfohlen und langsam sprach es sich rum. Die Anfragen häuften sich und so entstand meine Webseite und seit 2016 nun auch der Blog STRAUß & FLIEGE der sich ganz dem Thema Freie Trauungen widmet.

Aber der eigentliche Grund warum ich weiter mache ist, weil es mir verdammt viel Spaß macht, zwei Menschen kennen zu lernen und sie bei den Vorbereitungen zu ihrer Hochzeit zu begleiten. So kann ich für sie die richtigen Worte finden, die ihnen und ihren Gästen in Erinnerung bleiben.

Wenn auch du dich berufen fühlst, Rednerin oder Redner für freie Trauuungen zu werden, dann melde dich bei uns: Strauß & Fliege sucht stets außergewöhnliche Traurednerinnen und Trauredner.

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