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Brüder als Trauredner: Rebekka & Benoit

Die von Strauß & Fliege vermittelten freien Redner kennt ihr ja schon von unserem Blog und den vielen wunderschönen Wedding Stories. Aber was passiert, wenn sie nur die Rede schreiben und dann aber gar nicht bei der Hochzeit auftauchen?!? Keine Panik, denn bei Rebekka und Benoit war das von Anfang an der Plan. Sie wünschten sich von ihren beiden Brüdern, dass sie die Zeremonie übernehmen. Auf diese Weise entstand eine ganz persönliche freie Tauung mit der Unterstützung ihrer Familie und Freunde.

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Ihr Beiden… Jetzt sind die Hochzeitstage schon ein bisschen her – was sind so die schönsten Erinnerungen, die Euch einfallen, wenn ihr an den 05.08 denkt?

Eigentlich gab es viele schöne Momente. Aber die freie Trauung selbst war schon sehr besonders! Es war eine Mischung aus Emotionalität und pure Freude, die richtig unter die Haut gegangen ist.Und toll war dann natürlich auch der Moment, als endlich die Party losging. Erst eine gute Freundin von Rebekka mit Live-Musik und dann zwei Freunden von Benoit, die einfach wahnsinnig tolle Musik aufgelegt haben, sodass wir bis 5 Uhr morgens gefeiert haben

Ihr habt Euch für eine freie Trauung entscheiden. Was hat Euch zu dem Entschluss gebracht und wie steht Ihr im Nachhinein dazu? Alles richtig gemacht oder würdet Ihr etwas anders planen, wenn Ihr nochmal die Entscheidung treffen würdet?

Wir haben bereits im März standesamtlich geheiratet, wollten aber unbedingt noch eine Zeremonie für Freunde und Familie und natürlich auch nochmal für uns. Es gab von Anfang an keine andere Option als eine freie Trauung. Nicht nur, weil wir beide gar nichts mit der Institution Kirche am Hut haben sondern auch, weil wir eine ganz persönliche Trauung wollten. Eine Rede, wo es um uns und unsere Liebe geht. Wir würden uns auch im Nachhinein wieder für eine freie Trauung entscheiden, auch mit dem Konzept, enge Vertraute mit einzubinden.

Dass unsere Brüder die Zeremonie geleitet haben war ganz besonders. Es war einfach sehr schön, in diesem emotionalen Moment Personen um sich zu haben, die einem ganz nahe stehen. Und auch wenn es am Anfang sehr schwer ist: Das Eheversprechen ist wirklich sehr wichtig! Es ist ein schönes Gefühl, in der Trauung auch einen aktiven Part einzunehmen und sich im Vorhinein mit dem Eheversprechen auseinanderzusetzen. Man weiß ja gar nicht, was einem in der Rede erwartet, daher ist es schön, zu wissen, was man dem anderen versprechen möchte.

Viele Paare wissen nicht so genau, wie man ein Eheversprechen formulieren könnte. Eures war besonders schön. Habt ihr Tipps, wie Ihr Euch vorbereiten konntet? Was hat Euch geholfen, so schöne Worte zu finden?

Rebekka: Der Anfang ist wirklich furchtbar schwer. Bis ich mir auch nur annäherungsweise bewusst war, was ich sagen möchte wurden unzählige Sätze gestrichen. Ich denke, man muss einfach wirklich in sich gehen und herausfinden, was einem wichtig ist, dem anderen zu sagen uns was man der Ehe mitgeben möchte. Mir sind oft die besten Ideen beim Joggen gekommen, wenn man einfach mal abschaltet. Das hört sich natürlich leichter an, als gesagt. Ein Patentrezept gibt es da nicht, denke ich. Man muss einfach auf sein Herz hören und unbedingt authentisch bleiben.

Benoit: Für mich war der Anfang auch das schwierigste. Ich habe noch nie ein Eheversprechen gehört und wusste daher auch gar nicht, was man da so sagt. Ich habe dann viel im Internet recherchiert und gemerkt, dass man dort zwar viele schöne Worte findet, diese jedoch nicht viel mit unserer persönlichen Geschichte zu tun haben. Ich haben dann darüber nachgedacht, was uns zusammengeschweißt hat, wofür ich dankbar bin und natürlich was ich ihr für unsere gemeinsame Zukunft versprechen will.

Ihr habt euch dafür entschieden, einen Freund bzw. mehrere Freunde mit der Hilfe von Strauß & Fliege die Zeremonie durchzuführen. Was hat euch dazu bewogen?

Uns war klar, dass als Trauung nur eine freie Trauung in Frage kommt. Dennoch waren wir auch bei dem Entschluss für eine freie Trauung unsicher. Eine fremde Person, die über das Intimste spricht, dass zwei Menschen verbindet? Das fanden wir eine komische Vorstellung. Schon früh hatten wir die Idee, dass es sehr schön wäre, wenn eine uns nahestehende Person die freie Trauung halten würde. Aber wir wollten niemanden zumuten, eine solche Rede zu schreiben, das verlangt ja doch ganz schön viel von dieser Person. Zum Glück ist Benoit auf die Homepage von Fliege & Strauß gestolpert.

Wir fanden Johann-Jakob an sich sehr sympathisch und als wir mit ihm telefonierten war es einfach nur ein super Zufall: Er bot uns an, die Rede zu schreiben, also auch die Vorabgespräche zu übernehmen, und dann ein von uns ausgewählte Person zu coachen, sodass diese die freie Trauung halten können. Das war genau was wir gesucht haben. Und zum Glück hatten unsere beiden Brüder, Konstantin und Mathias, genug Mut, unsere Wünsche umzusetzen.

Wie haben sich Eure Brüder von Euch bei dem Halten einer “fremden” Zeremonie gefühlt?

Mein Bruder war Anfangs etwas besorgt eine fremde Rede vorzutragen. Was ist, wenn es nicht seine Worte sind? Wenn die Rede auf Aspekte eingeht, die ihm eher unbedeutend erscheinen? Wenn es zu künstlich oder gar oberflächlich ist? Das Warten war wohl die unangenehmste Zeit. Als er dann das Redemanuskript in der Hand hatte, war er beruhigt. An der Rede hat er dann auch nicht mehr viel verändert, außer ein Paar Formulierungen. Im Nachhinein wäre er gerne mehr in den Entstehungsprozess involviert gewesen. Wahrscheinlich aber auch nur um auf Nummer sicher zu gehen, dass etwas Vernünftiges dabei herumkommt.

Würdet Ihr das wieder so machen? Was spricht dafür, einen Freund zu fragen und sich dann zusätzlich noch Hilfe von erfahrenen Rednern wie dem Strauß & Fliege Team zu holen?

Wir würden es auf jeden Fall wieder so machen. Ein enger Freund oder ein Mitglied der Familie kann im Moment einen viel persönlicheren Bezug schaffen und sorgt somit für eine unglaublich authentische
Atmosphäre. Der Vorteil von einem erfahrenen Redner wiederum ist der Vorsprung an Erfahrung und natürlich auch die zur Verfügung stehende Zeit. Wir waren unglaublich glücklich, dass sich unsere Brüder dafür bereit erklärt haben die Zeremonie durchzuführen. Wir hätten uns aber bestimmt nicht getraut, sie zu fragen, wenn sie auch noch die Arbeit mit der Ausarbeitung der Rede gehabt hätten.

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