Foto: Rene Loeffler

Carola begleitet Eure freie Zeremonie in Berlin – hier berichtet sie von ihrer ersten Saison 2018!

Liebe Carola, Du bist jetzt seit einiger Zeit als Hochzeitsrednerin in Berlin und auch in anderen Städten aktiv. Wie waren die ersten Hochzeiten für Dich? Was hast Du Spannendes bei deinen freien Zeremonien in Berlin erlebt?

Ich weiß gar nicht so genau, wo ich anfangen soll – 2018 war ein tolles Jahr! Besonders berührt hat mich sicher, dass Freunde von mir sich vollkommen zufällig für Strauß & Fliege entschieden hatten und dann – ohne zu wissen, dass ich überhaupt dort auftauchen könnte – auf meine Seite auf der Strauß & Fliege-Homepage gestoßen sind. Plötzlich war ich also die Hochzeitsrednerin für die beiden! Das war schon ein sehr besonderer, aufregender Moment. Aber auch die Trauung eines Paares, das schon eine 25jährige, sehr turbulente Beziehungsgeschichte hinter sich hat, war wunderschön und sehr bewegend. Insgesamt ist es einfach wunderbar, so viele unterschiedliche Menschen kennenzulernen und auf dem Weg zu diesem wichtigen Tag begleiten zu dürfen.

Freie Trauung Berlin, Hochzeitsredner Berlin
Foto: Rene Loeffler

Sicherlich waren aber auch immer mal Themen dabei, die schwierig waren für die Paare. Von daher: Wie bist Du damit umgegangen und wie hast Du dies in Deinen Reden verarbeitet?

Natürlich gehört nicht alles, was in den Paargesprächen zur Sprache kommt, eins zu eins in die Rede. Da ist es enorm wichtig, die richtige Balance aus Diskretion und Ehrlichkeit zu finden. Aber die Rede sollte meines Erachtens eben auch nicht alles einfach „glattbügeln“. In den Gesprächen hilft es sicher, dass ich selbst auch nicht immer den ganz geraden Weg gegangen bin und z.B. auch bereits etliche Verluste erlebt habe. Das verschweige ich auch den Paaren nicht, so dass das Gefühl, man müsse sich für irgendetwas schämen oder würde nicht auf Verständnis stoßen, meist gar nicht erst aufkommt.

Die Paare waren oft froh, auch die schwierigen Phasen ihres Lebens oder ihrer Beziehung im Vorfeld der Hochzeit nochmal zu reflektieren und gemeinsam mit mir Revue passieren zu lassen, oftmals wurde ihnen dadurch auch nochmal ganz bewusst, warum sie sich denn nun für eine Hochzeit entschieden haben. Und natürlich hilft es auch, dass man – nach allem, was vielleicht schwer oder schwierig war – gemeinsam auf etwas Schönes zusteuert, eben auf die Hochzeit.

Jetzt steht die neue Hochzeitssaison 2019 in Berlin und Brandenburg an und Du hast auch schon eine Menge Zusagen. Worauf freust Du Dich besonders? Gibt es vielleicht tolle Orte, an denen Du trauen darfst?

Das ist eine wirklich schwierige Frage, weil ich mich im Grunde auf jede Hochzeit besonders freue. Anders gesagt: Jedes Paar ist anders! Da sind Paare, die sich noch gar nicht so lange kennen, aber unendlich verliebt sind. Paare, die schon Kinder haben und dieses Band noch durch eine Hochzeit verstärken wollen. Ich freue mich auch sehr auf die Trauungen, die ich in Dresden und Leipzig gestalten darf – zwei Städte, die ich sehr liebe und wo ich immer wieder gern bin. Wirklich außergewöhnlich schön finde ich, dass zwei meiner Paare jeweils auf den Grundstücken ihrer Eltern heiraten und mit viel Liebe alles selbst gestalten. Das ist so persönlich und so eigen, dass es wirklich eine wunderbare Aufgabe ist, für diese Trauungen auch ganz spezielle Texte zu verfassen.

Freie Trauung in Berlin, Freie Zeremonie Berlin
Foto: Monika Pytel

Vielleicht hast Du noch einen Satz für mich, warum sich Paare bei Dir so wohlfühlen und warum eine Zusammenarbeit mit Dir für die freien Zeremonien in und um Berlin 2019 Sinn ergibt. 

Ich glaube, meine Paare schätzen, dass sie sehr genau wissen, woran sie bei mir sind. Und glücklicherweise habe ich Fähigkeit, mich auf sehr unterschiedliche Menschen einzustellen – das ist ja auch ein ganz wesentlicher Teil meiner sonstigen Berufstätigkeit als Regisseurin bzw. Theaterfrau. Daher muss man bei mir mit nichts hinter dem Berg halten, und das spüren die Paare. Aus diesem Grund funktionieren meine Texte dann nur genau einmal, sie sind genauso individuell wie die Geschichten der Paare. Für so eine Rede braucht man vorher einfach Vertrauen, und dass sie dieses Vertrauen in mich setzen können, wissen meine Paare.

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