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Von unserer Expertin: Tipps für eine freie Trauung

Hochzeitsvorbereitungen können bisweilen zum Haareraufen sein und sogar geübte Paare ein klein wenig ins Schlingern bringen. Rednerin Angela ist selbst verheiratet und sammelte bereits viele Erfahrungen bei der Vorbereitung der diesjährigen Hochzeitssaison. Für uns hat sie die vier wesentlichen Tipps für einen kühlen Kopf zur Hochzeit aufgeschrieben.

Tipps freie Trauung
Foto: Alexander Keller

Liebe Angela, was rätst du Paaren, die sich für eine Freie Trauung und einen freien Redner entscheiden?

Ich rate den Paaren immer, bitte nicht nur den finanziellen Aspekt im Auge zu haben. Klar, es gibt meistens ein Budget, aber – ebenso klar – es wird letzten Endes immer um durchschnittlich 10 Prozent u¨berschritten. Daher empfehle ich:

1.) Überlegt, was Euch wirklich wichtig ist. Was sind Eure Werte und Prioritäten?

Muss es wirklich die teure Location und das einmalige Brautkleid sein? Oder tut es auch ein Abendkleid, dass man später nochmal anziehen kann und vielleicht eine Vintage-Sommer-Scheunen-Hochzeit?

2.) Wie stellt ihr wünscht Ihr Euch Eure Freie Trauung? Welche Elemente sollen darin vorkommen?

Es gibt unendlich tolle individuelle Rituale und persönliche „Bausteine“, die ein Paar ausmachen – warum nicht ein bisschen was davon abwandeln und in die Zeremonie einbringen? Genau dafür eignet sich eine Freie Trauung hervorragend! Seid ruhig mal mutig und lasst vielleicht nicht zum x-ten Mal die weißen Tauben steigen und die Hochzeitsmandeln verteilen. Sondern schickt zum Beispiel Eure Wünsche in den Himmel, wechselt die Ringe nicht, sondern lasst sie einfach weg. Braust gemeinsam mit der Vespa auf Eure Bühne oder oder oder!

3.) Eine individuelle Rede ist aufwendig! Für den Redner und auch für Euch!

Wenn sich ein Paar für den „günstigeren“ Redner entscheidet, darf es sich am Ende bitte nicht wundern, dass der sich vielleicht nur einmal mit ihnen trifft oder mit ihnen zweimal telefoniert, ansonsten aber ein vorgefertigtes Baukasten-Prinzip für die Rede verwendet. Das Ganze wird entsprechend also nicht individuell und persönlich ausfallen. Leider bemerkt man das meist erst ein kleines bisschen zu spät, nämlich dann, wenn die versammelte Festgesellschaft während der Rede etwas ungeduldig auf ihren Stühlen herumrutscht und Ihr Euch in den Worten des Redners vielleicht gar nicht wiederfinden.
Natürlich kostet ein richtig guter Redner auch mehr – aber er hat auch sehr viel mehr zu bieten! Ich vergleiche das immer mit einem guten Handwerker, der auch nicht für 15 Euro pro Stunde arbeitet. Hier zu sparen, ist definitiv an der falschen Stelle gespart! Denn diesen großen Tag kannst du nicht wiederholen, wenn die Rede und Zeremonie unbefriedigend waren.

Zu guter Letzt: 4.) Werft bitte den Perfektionismus über Bord!

Vieles lässt sich organisieren und planen, aber eben nicht alles bis zum letzten I-Tüpfelchen. Daher: Stress raus, Druck weg. Bei einer Hochzeit ist mir für meine Paare vor allem wichtig, dass der Kopf nicht mehr mit der Deko beschäftigt ist oder ob der Onkel Willi kommt, der immer alle Familienfeiern sprengt. Sprich: Das Paar soll diesen großen Tag und diesen superschönen Moment auch wirklich genießen können! Das geht wunderbar, wenn man zwischendrin die Stuhlhussen und die Krawattenfarbe von der Prio-Liste streicht und zwei Wochen lang nicht mehr „Hochzeit“ denkt.

Gefällt Euch, was Ihr lest? Schaut Euch Angelas Rednerprofil bei Strauß & Fliege an!

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