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Das erste Treffen mit dem Hochzeitsredner

Unser Hochzeitsredner Johann-Jakob bekommt wöchentlich einige Anfragen für Hochzeiten zugesandt. Erst gehen ein-zwei Mails hin und her und nach einem kurzen ersten Telefonat folgt ein unverbindliches Kennenlern-Treffen. Wir haben ihn gefragt, wie so ein erstes Treffen abläuft, welche Infos Paare schon mehr oder weniger mitbringen sollten und was da eigentlich genau besprochen wird.

Triffst Du die Paare beim ersten Mal lieber zu Hause oder in einem Café?

Ich treffe die Paare gerne erstmal an einem „neutralen“ Ort bei mir in der Nähe, zum Beispiel am Rotkreuzplatz im Irish Pub oder einem Cafe. Das hat den Vorteil, dass wir uns in einer ungezwungenen Atmosphäre kennenlernen und austauschen können. Das passiert meistens abends nach der Arbeit oder in der Mittagspause. Letzteres ist aber nicht zu empfehlen, weil sowohl ich als auch die Paare in der Mittagspause oft nicht voll dabei sind, weil ihnen einfach im Kopf noch die Arbeit rumschwirrt. Beim ersten Treffen sollten aber alle voll bei der Sache sein, denn: Der erste Eindruck zählt. Am Wochenende treffe ich mich nur ungerne mit meinen Paaren, da auch ich die Wochenenden zur Erholung brauche. Manchmal geht es aber nicht anders und das ist dann auch in Ordnung.

Welche Themen und Aspekte werden beim ersten Treffen geklärt?

Das erste Treffen soll in einer lockeren Runde stattfinden. Mir geht es dann darum, zu erfahren: Wer sitzt denn da eigentlich? Warum wollen die eine Freie Trauung? Was stellen sie sich darunter vor? Und: Wie haben sie mich gefunden? Natürlich interessiert mich auch, wer die Menschen hinter dem „Paar“ sind. Ich erzähle dann von mir und meinen Möglichkeiten als Redner. Denn auch ich habe eine bestimmte Vorstellung vom Ablauf und von der Gestaltung der Zeremonie. Natürlich bin ich flexibel, aber nur bis zu einem bestimmten Punkt und das sage ich den Brautleuten auch ehrlich. Ich stelle dann den Ablauf vor, die Vorbereitungszeit, die investiert wird und gehe meine Checkliste mit den wichtigsten Punkten durch. Dazu gehören auch ganz formale Fragen wie z.B. die Konditionen der Zusammenarbeit. Am wichtigsten ist aber: Die Sympathie muss einfach passen und es ist auch nicht schlimm, wenn sie mal nicht stimmt. Man kann nicht alle Paare „mögen“ und auch manche Paare mögen meine Art nicht. Das ist völlig normal und es tut niemandem weh, sich das auch einzugestehen. Aber ehrlicherweise muss ich sagen: Das ist mir noch nie passiert. Alle Paare haben etwas Spannendes an sich, etwas, was ich kennenlernen möchte. Das ergibt sich aber auch ganz logisch: Die Paare finden mich im Internet, haben also schon einmal eine Vorstellung von mir. Das heißt, dass die Paare schon eine Vorauswahl treffen. Und wer meinen Stil von der Webseite interessant findet, der findet mich meistens auch nett und ich wiederum das Paar. Die Webseite ist somit der erste Filter: Für die Paare und für mich!

Was sollte man für das erste Treffen beachten?

Die Paare sollten einen Plan haben, was sie eigentlich wollen: Warum wollen sie einen freien Redner, was ist eine freie Zeremonie für sie, wollen sie Musik, die Einbindung ihrer Freunde? Was sind Sachen, die sie auf keinen Fall wollen. Wer z.B. gerne Tauben steigen lassen will und gerne einen Holzstamm durchsägt, ist bei mir sicherlich nicht ganz richtig. Umgekehrt gilt das Gleiche! Wichtig ist, dass die Paare am Ende aus dem Treffen gehen und sagen: Vielleicht habe ich noch nicht alles verstanden und es ist auch noch nicht alles in Sack und Tüten. Aber: Ich habe ein gutes Gefühl. Ich vertraue darauf, dass der Redner das gut macht, ich vertraue ihm.

Nun ist es aber so, dass viele Paare erst einmal eine vage Vorstellung davon haben, was sie eigentlich wollen und was nicht. Das versuche ich dann im Gespräch mit ihnen gemeinsam herauszufinden. Und dabei habe ich auch Möglichkeiten, von meinen Erfahrungen zu berichten und ggf. Hinweise zu geben, was fein klappt und was vielleicht keine so gute Idee ist. Wie gesagt: Über alles lässt sich am Ende reden, wenn die Grundchemie stimmt.

Wie geht es nach dem ersten Treffen weiter?

Die Paare und ich sollten erst einmal das Treffen sacken lassen: Keine Schnellschüsse! Dafür ist der Tag zu wichtig. Wir machen gemeinsam einen Termin aus, wo wir uns entscheiden, zusammen zu arbeiten oder nicht. Das ist meistens einen Monat nach dem ersten Treffen. Die Paare sollten sich in jedem Fall noch weitere Redner anschauen, sonst haben sie keinen Vergleich.

Ist es schwierig nach einem Treffen festzustellen, ob man die Zeremonie zusammen gestalten will?

Manchmal zählt nur das Bauchgefühl und dann schreiben mir Paare am nächsten Tag: Wir würden das gerne mit Dir machen. Bei mir ist es eher eine Frage der Zeit, weil ich ja im Gegensatz zu den Paaren viele Wochenenden verplanen muss und das gilt es auch zu Hause und mit meiner Arbeit abzustimmen. Das dürfen dann Paare auch nicht falsch verstehen, wenn ich einfach ein bisschen Bedenkzeit brauche, weil ich mich fragen muss: Möchte ich jetzt schon ein Wochenende im September 2017 verplanen oder eher nicht?! Viele Paare schreiben mir aber so nette Mails, dass ich gar nicht anders kann als zusagen: Klar, das machen wir!

Und wer jetzt neugierig geworden ist und wissen möchte, wie Johann-Jakob “in echt” so wirkt und das erste Treffen nicht erwarten kann, hat hier die Möglichkeit, in vorab schon kennen zulernen. 🙂

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