Foto: HUT & KRONE Berlin

Richtig gute Hochzeitsfotos – in Berlin

Richtig gute Bilder sind es, die uns auch Jahre nach dem großen Tag in Sekundenschnelle ein strahlendes Lächeln ins Gesicht zaubern und die Erinnerung an die vielen wertvollen Momente lebendig halten. Unsere Rednerin Rune, die Freie Trauungen in Berlin durchführt, hat auf dem Love Circus BASH im November gleich eine ganze Reihe beeindruckender Hochzeitsfotografen aus der Hauptstadt kennengelernt. Alle zu porträtieren, würde hier den Rahmen sprengen. Deshalb stellt sie uns eine kleine, feine Auswahl von drei Anbietern vor, die sich in Stil und Arbeitsweise unterscheiden – als kleinen Vorgeschmack auf die Vielfältigkeit der Berliner Hochzeitsfotografie…

Hochzeitsfotos Berlin
Foto: Hut & Krone

HUT & KRONE. Viola und Jonas

Euer Bildstil spielt mit dunklen Farben, ihr fotografiert auch viel schwarz-weiß. Wie habt ihr zu diesem Stil gefunden?
Wir sind ausgebildete Fotografen mit Berufserfahrung. Nach und nach entwickelten wir unseren Stil, formten unsere Bildsprache. Ganz intuitiv und nach Gefühl entstehen so auch sehr viele Schwarz-Weiß-Fotografien. Oft sind es genau diese Aufnahmen, die die meisten Emotionen einfangen, pur und ohne viel (farbige) Ablenkung.

HUT & KRONE, auch so ein schöner Name wie Strauß&Fliege! Wie seid ihr darauf gekommen und was hat der Name mit Euch und Eurer Arbeit zu tun?
Definitiv so schön wie euer Name! Wir haben lange überlegt wie wir uns nennen sollen. Eines Abends fiel uns dann im Bett plötzlich dieser Name ein und es hat sofort gestimmt. Ein eleganter Name, fast wie aus einer anderen Zeit, das fanden wir faszinierend und außergewöhnlich. Wir sind selbst keine aufdringlichen, lauten Fotografen. Wir mögen natürliche Reportagen, authentische Emotionen, gedeckte Farben. Wenn sich unsere Paare ihre Reportage anschauen und am Ende sagen: „Das waren wir und das war echt!“ Dann sind wir glücklich und das ist unser Anspruch. Wie ein passgenauer Hut oder eine speziell angefertigte Krone, so sehen wir auch unsere Arbeit

Mit gordipics, dem Fotografenpaar aus der Nähe von Berlin, die wir kürzlich hier im Blog portraitiert haben, verbindet euch, dass ihr ebenfalls immer im Doppelpack fotografiert. Was hat das aus Eurer Sicht für Vorteile?
Für uns stand von Anfang an fest, dass wir nur zusammen arbeiten. Wir sind sehr glücklich darüber, dass dies bei uns als Paar so super funktioniert! Man kann sich immer auf den anderen verlassen. Jeder Moment aus zwei Perspektiven verspricht eine lückenlose Dokumentation und wenn einer die Speicherkarte wechseln muss, dann kann der andere in der Zeit weiter machen. Wir haben uns auf Ganztagsreportagen spezialisiert und sind ab den Morgenstunden bis in die Nacht hinein dabei. Besonders schön ist es auch, dass wir uns jederzeit aufteilen können. Natürlich ist es auch einfach entspannter zu zweit, der stetige Austausch, doppelte Ideenflut, einfach toll!

Marco H.

An Deiner Arbeit als Hochzeitsfotograf haben mich gleich die interessanten Perspektiven fasziniert. Wie beschreibst Du Deinen fotografischen Stil?
Ich finde es wahnsinnig schwierig meinen Stil zu beschreiben, da sich bei mir alles aus der Situation heraus ergibt. Bei der Hochzeitsreportage nehme ich keinen Einfluss und inszeniere nichts. Hier muss man spontan und ganz instinktiv das fotografieren, was sich einem darbietet.
Auch das Brautpaarshooting ergibt sich aus den jeweiligen Gegebenheiten. Ich mache das Shooting immer vor Ort und richte mich zeitlich ganz nach dem Brautpaar und dem Tagesablauf. Es kann also durchaus vorkommen, dass Licht und Umgebung nicht ideal sind und ich kreativ werden muss. Ich mag diese Herausforderung und so ergeben sich die interessanten Perspektiven.

Wie Du beim Love Circus Bash gezeigt hast, bietest Du den Paaren auch an, die besten Bilder gleich in ein liebevoll gestaltetes Fotobuch zu verarbeiten. Wird das viel nachgefragt? Was gefällt den Paaren daran?
Ich biete selbstverständlich auch Fotobücher an, weil Bilder auf Papier immer schöner anzusehen sind als auf einem Bildschirm und das sehen die meisten Paare auch so. Es ordern aber natürlich nicht alle Paare ein Buch. Viele meiner Kunden arbeiten im kreativen Bereich und kümmern sich gerne selbst darum, andere Kunden haben nicht des allergrößte Budget und das Fotobuch muss erst mal hinten anstehen. Ich lege aber immer einen Stapel hochwertiger Fine Art Prints der schönsten Fotos bei, damit man auch ohne Buch etwas zum anfassen und aufhängen hat.

Was ist Dir wichtig bei Deiner Arbeit als Hochzeitsfotograf?
Mir ist es besonders wichtig, dass das Brautpaar die eigene Hochzeit genießen kann. Für meine Arbeit bedeutet das, dass ich unauffällig bin, den Ablauf nicht störe und mich immer nach den Wünschen des Brautpaares richte.

Hochzeitslicht – Melanie

Ihr seid bei Hochzeitslicht ein ganzes Team aus Hochzeitsfotografen. Wie kann man sich das vorstellen: Hat jeder seinen eigenen Stil, arbeitet Ihr alle ähnlich oder stellt Ihr Euch auch beim Bildstil ganz auf die Vorstellungen des Paares ein?
Ja, zu unserem Team gehören sogar auch Videografen. Die Hochzeitsbilder sind für uns eine Herzensangelegenheit und sollen ein Leben lang Freude schenken. Daher ist es uns wichtig, die Wünsche und den Stil eines jeden Paares genau kennenzulernen und unsere Bildsprache entsprechend anzupassen. Oftmals schätzen die Paare unseren zeitlosen Stil. Bei hochzeitslicht gibt es viele Qualitäts-Standards, aber dennoch werden alle Fotografen auch exklusiv gebucht. Das beweist, dass durchaus Unterschiede zwischen der Arbeit unserer verschiedenen Fotografen zu sehen sind.

Wir von Strauß & Fliege sind ja auch ein Team aus Rednern. Was ist aus Deiner Sicht als Hochzeitsfotografin der Vorteil daran, im Team zu arbeiten und macht das für das Paar einen Unterschied?
Teamarbeit kann verschiedenste Vorteile bringen. Der Mehrwert für die Paare dürfte sich bei uns vor allem daraus ergeben, dass wir immer einen Ersatzfotografen einplanen. Zudem zeigen wir online ein breites Portfolio und oft lassen sich Paare, z.B. bei der Locationsuche davon inspirieren. Wir tauschen ohne Konkurrenzdruck Erfahrungen aus, geben uns untereinander Feedback zu unseren Bildern und inspirieren uns gegenseitig, z.B. dadurch, dass jeder von uns neben der Fotografie anderen künstlerischen Interessen nachgeht. Die jungen Fotografen lernen von den alten Hasen und umgekehrt. Wir sind schon seit 2003 auf Hochzeiten spezialisiert. In den Genuss dieser langjährigen Erfahrung kommen auch „unsere Paare“ – eigentlich könnten wir uns schon fast auf Hochzeitsplanung spezialisieren.

Du hast eigentlich Psychologie studiert, Dich dann aber Vollzeit für die Hochzeitsfotografie entschieden. Warum macht es soviel Spaß, Hochzeiten zu fotografieren?
Zur Hochzeitsfotografie bin ich zu Beginn meines Studiums gekommen und mir fiel die Entscheidung, in Vollzeit als Hochzeitsfotografin zu arbeiten mit erfolgreichem Abschluss des Studiums nicht leicht. Letztendlich hat die Liebe gesiegt und mir ist es seit über 10 Jahren nicht langweilig geworden diese bildlich fest zu halten. Ich habe immer wieder das Gefühl, einen Traumjob zu haben. Auf jeder Hochzeit findet sich eine Fülle an wunderschönen und bedeutsamen Momenten. Die Vorstellung wie diese Momente immer wieder genossen werden können, macht mich zufrieden und schenkt mir Kraft.

Vielen Dank für die Gespräche, Melanie, Marco, Viola & Jonas!

Ähnliche Beiträge