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Fasten vor der Hochzeit (Teil 3)

Euer großer Tag rückt näher und ihr würdet gerne noch eine Hochzeitsdiät halten? In diesem persönlichen Rückblick auf 2020 erzählt Johann, was ihm eine betreute Fastenwoche gebracht hat.

Trauredner Johann-Jakob Wulf von Strauß & Fliege berichtet euch von seinen Erfahrungen, die er in so einer Einrichtung auf Rügen gesammelt hat.

Sein Bericht ist in drei Teilen auf unserem Blog veröffentlicht. Unter diesem Link findet ihr den ersten Teil – bzw. unter diesem Link den zweiten Teil.

Dieser Erfahrungsbericht ist keine Empfehlung für eine Hochzeitsdiät. Ob Heilfasten für euch geeignet ist, sollte medizinisch geklärt werden. Fachliche Hinweise findet ihr bei der Deutschen Gesellschaft für Ernährung.

Fasten vor der Hochzeit auf Rügen

Von dem Ablauf der Fastenwoche habe ich euch in meinem letzten Artikel berichtet. Heute möchte ich gerne etwas darüber schreiben, wie ich die Woche erlebt habe.

Erst einmal zu den Fakten: Ich habe 2,5 Kilo abgenommen. Aber das hätte ich auch in meinem Alltag geschafft mit Disziplin und guter Ernährung. Was mir viel wichtiger erscheint, ist das Gefühl, innerlich zur Ruhe gekommen zu sein.

Fasten vor der Hochzeit auf Rügen | Strauß & Fliege
Fasten vor der Hochzeit | Strauß & Fliege
Fasten vor der Hochzeit | Strauß & Fliege

Fotos: privat

Hochzeitsdiät für Körper und Geist

Die Yogastunden (manchmal sogar zwei pro Tag) haben mich mehr und mehr dehnbar gemacht. Seitdem versuche ich regelmäßig Yoga zu praktizieren. Mir geht es hier nicht unbedingt um die metaphysischen Effekte des eigentlichen Yoga, sondern mehr um die Flexibilität meiner Körperteile nach einer Stunde Yoga. Dennoch habe ich auch die Ruhe gespürt, die meinen Körper erfasst hat. Genau diese Ruhe finde ich im Alltag nicht, jedenfalls nicht regelmäßig. Daher kann ich vor und in Stresssituationen, wie z.B. einer Hochzeit, regelmäßiges Yoga sehr empfehlen.

Diese Stunden waren aber im Besonderen im Zusammenhang mit meiner Fastenwoche wertvoll, weil ich schon nach wenigen Tagen keinen bzw. kaum noch Hunger hatte. Ich fühlte mich nach dieser Woche erholt. Daraus lässt sich keine allgemeine Aussage über eine „Reinigung“ des Körpers oder die passende Fastendauer ableiten.

So war ich am Donnerstag kaum noch müde, musste keinen Mittagsschlaf mehr machen und brauchte auch in der Nacht weniger Schlaf. Überhaupt war der ganze Körper und Geist mehr auf Zack, obwohl ich, so paradox das klingt, eher ruhiger war.

Mal den Kopf freikriegen …

Die Spaziergänge, die frische Luft und die Saunagänge haben dann ihr Übriges getan: Der Kopf wurde frei und die wesentlichen Dinge bekamen immer mehr Kontur. Ich konnte mein sehr anstrengendes vergangenes Jahr noch einmal durchdenken und ein paar Ideen für die Zukunft entwickeln. Und das ist ja genau das, was Brautpaaren aus meiner Erfahrung oft fehlt: Einen Ruhemoment zu haben, der sie Revue passieren lässt und der sie an einen Tisch bringt mit der Frage: Wie stellen wir uns die Zukunft bei allen Unwägbarkeiten eigentlich gemeinsam vor?

Dass ich mich körperlich wohler und beweglicher fühlte, war für mich ein schöner Nebeneffekt. Das war mein persönlicher Eindruck, kein Versprechen für andere. Das Eigentliche war aber die Ruhe für den Geist, die Beschäftigung mit dem Ich und die Natur um mich herum.

Johanns Fazit zur Hochzeitsdiät

Ich würde also, neben unserem Notizbuch zur entspannten Hochzeitsvorbereitung, vor allem eine bewusste Auszeit empfehlen. Für mich war die betreute Fastenwoche eine solche Auszeit. Ich jedenfalls werde es jetzt, wenn möglich, jedes Jahr machen!

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