LGBTQ+ und Freie Trauung

Eine Freie Trauung kann für LGBTQ+ Paare ein besonders stimmiger Rahmen sein, weil sie nicht von festen Rollenbildern ausgehen muss.

Lerne unsere Redner:innen kennen
LGBTQ und Freie Trauung | Strauß & Fliege
Foto: The Saums

Wissensschatz

Die Freie Trauung bietet Euch die Möglichkeit, Eure Hochzeitszeremonie ganz nach Euren Vorstellungen zu gestalten. In diesem Leitfaden erfahrt Ihr alles, was Ihr für Eure Planung wissen müsst.

LGBTQ+ und Freie Trauung:
Warum dieser Rahmen für viele Paare besonders passend ist

Eine Freie Trauung kann für LGBTQ+ Paare ein besonders stimmiger Rahmen sein, weil sie nicht von festen Rollenbildern ausgehen muss. Sie kann sich an eurer Beziehung orientieren – an eurer Geschichte, eurer Sprache, euren Menschen und an der Frage, wie ihr euch als Hochzeitspaar wirklich zeigen möchtet.

Genau darin liegt für viele Paare ihre besondere Stärke: Ihr müsst euch nicht in ein bestehendes Bild von Hochzeit einfügen. Stattdessen kann eine Zeremonie entstehen, die wirklich zu euch passt. 

Wichtig ist dabei aber auch: Frei ist nicht automatisch sensibel. Eine gute queere Freie Trauung entsteht nicht allein durch Gestaltungsspielraum, sondern durch Haltung, Zuhören und die Fähigkeit, mit euch die richtige Sprache und den richtigen Ton zu finden.

Warum eine Freie Trauung für
LGBTQ+ Paare oft besonders gut passt

Die kurze Antwort lautet:

Weil sie euch nicht in ein vorgefertigtes Raster zwingt.

Für viele Paare ist genau das entscheidend. Nicht jede Zeremonieform ist automatisch offen genug für unterschiedliche Lebensrealitäten, Identitäten oder Familiengeschichten. Eine Freie Trauung bietet die Möglichkeit, bei euch anzufangen – nicht bei einer Vorstellung davon, wie Hochzeit angeblich sein sollte. 

Das betrifft vieles: die Sprache der Zeremonie, die Ansprache in der Rede, die Frage nach Rollen, den Einzug, Rituale, Kleidung oder die Atmosphäre insgesamt. 

Eine Freie Trauung ist deshalb für viele LGBTQ+ Paare nicht einfach deshalb passend, weil sie „anders“ ist. Sondern weil sie den Raum schafft, dass ihr nicht erst passend gemacht werden müsst. 

Müssen wir in der Trauung überhaupt
über unser Queersein sprechen?

Nicht unbedingt. Und genau das ist wichtig. 

Ob euer Queersein in der Trauung ausdrücklich vorkommen soll, entscheidet nicht irgendeine gesellschaftliche Erwartung, sondern allein ihr. Manche Paare möchten, dass ihre Geschichte auch in diesem Punkt sichtbar wird, weil sie biografisch wichtig ist. Andere möchten vor allem, dass ihre Beziehung als das erzählt wird, was sie ist: eine Liebesgeschichte zwischen zwei Menschen, ohne zusätzliche Einordnung. 

Dahinter steht oft eine feine Spannung zwischen Sichtbarkeit und Normalisierung. Auf der einen Seite gibt es die Realität, dass queere Paare in unserer Gesellschaft teilweise mit Herausforderungen konfrontiert sind, die heteronormativ gelesene Paare so nicht kennen. Auf der anderen Seite ist eine Hochzeit keine politische Bühne, auf der all das verhandelt werden muss, was gesellschaftlich noch nicht gut genug gelingt. 

Genau deshalb braucht es einen guten Mittelweg. Nicht Verschweigen um jeden Preis. Aber auch keine Überfrachtung. Wenn ihr möchtet, dass bestimmte Erfahrungen in der Zeremonie mitschwingen, können sie Raum bekommen. Wenn ihr möchtet, dass sie eher im Hintergrund bleiben, ist das genauso legitim. 

Die entscheidende Frage ist nicht, ob das Thema vorkommen muss. Sondern wie es vorkommt, damit ihr euch darin wiederfindet. 

 

Queere Freie Trauung heißt nicht automatisch: alles muss anders sein

Ein wichtiger Punkt ist deshalb auch: Eine queere Trauung muss nicht automatisch besonders laut, besonders unkonventionell oder besonders demonstrativ sein. 

Oft ist sie in einem ganz grundlegenden Sinn einfach das, was jede gute Freie Trauung sein sollte: die Feier von zwei Menschen, die sich lieben und ihr Leben miteinander teilen wollen. 

Gerade deshalb ist es so wichtig, queere Hochzeiten nicht künstlich zu exotisieren. Nicht jedes Paar möchte ein Zeichen setzen. Nicht jede Zeremonie soll sich bewusst von klassischen Bildern abgrenzen. Manche wünschen sich eine sehr ruhige, elegante, traditionsnahe Feier. Andere wollen Brüche, Überraschungen oder neue Formen. Beides kann vollkommen stimmig sein. 

Freiheit heißt nicht, zwangsläufig anders zu sein. Freiheit heißt, wählen zu können, was wirklich zu euch passt.

Ihr seid noch ganz am Anfang der Hochzeitsplanung?

Der erste Schritt ist oft schwer. Schaut doch zur Inspiration mal bei unseren Referenzen vorbei und erlebt, wie andere Paare geheiratet haben. Oder ihr stöbert einfach mal durch die Profile unserer Trauredner und schaut, ob euch jemand sympathisch ist!

Redner entdecken

Schon 800+ persönliche Erinnerungen geschaffen

Wenn ihr euch eine ganz klassische Trauung wünscht

Auch das darf ausdrücklich gesagt werden: Eine queere Freie Trauung darf klassisch, elegant, ruhig oder traditionell sein.

Queere Freie Trauung mit Strauß & Fliege | Rednerin Ulrike Römer aus Köln
Foto: ZebutPictures

Wenn ihr bestimmte Formen mögt, wenn ihr euch nach einer feierlichen, vielleicht eher zeitlosen Zeremonie sehnt, wenn euch klassische Abläufe Sicherheit geben oder einfach eurem Stil entsprechen, dann ist das nicht weniger individuell. Im Gegenteil: Auch darin zeigt sich, wer ihr seid. 

Entscheidend ist nicht, ob eure Hochzeit von außen modern oder unkonventionell wirkt. Entscheidend ist, ob sie für euch stimmig ist. Wenn ihr euch in einer bestimmten Form wiederfindet und diese mit eurer rednerischen Begleitung gut abgestimmt ist, dann ist genau das richtig. 

Wie ehrlich soll eine Freie Trauung mit schwierigen Familiengeschichten umgehen?

Das ist eine der Fragen, die viele Paare wirklich beschäftigt. Nicht nur, ob Familie in der Trauung vorkommt, sondern wie. 

Denn natürlich entstehen Beziehungen nicht im luftleeren Raum. Manchmal ist da große Offenheit, Stolz und tiefe Verbundenheit. Manchmal gibt es aber auch Brüche, Unsicherheiten, späte Annäherungen oder Verletzungen, die bis heute mitschwingen. Gerade bei queeren Paaren kann Familie eine besonders feine und emotionale Rolle spielen. 

Wichtig ist:

Nicht alles, was euch geprägt hat, muss öffentlich erzählt werden. Eine gute Freie Trauung muss nicht schonungslos alles aussprechen, um wahrhaftig zu sein. Sie darf ehrlich sein, ohne intime oder schmerzhafte Details auszubreiten. 

Oft liegt die Würde genau in diesem Maß: dass eine Geschichte nicht geglättet wird, aber auch nicht ausgestellt. Dass spürbar werden darf, was euer Weg war, ohne dass eure Zeremonie zur Aufarbeitung wird. 

Die Frage lautet also nicht nur: „Wie persönlich darf es werden?“ Sondern auch: „Was soll an diesem Tag wirklich Raum bekommen – und was gehört eher geschützt zu euch?“ 

Danke dir für diese einzigartige, wunderbare und magische Rede. Wir sind jetzt noch so erfüllt von Liebe und Glück! Du hast den Tag für uns so besonders gemacht und uns beide und unsere Geschichte besser eingefangen als wir es uns je hätten vorstellen können Lieben Dank nochmal für deine schönen Worte und die Atmosphäre die du damit geschaffen hast. Das Feedback von unseren Gästen bereitet uns bis heute Gänsehaut und wir zehren noch immer davon.
Leonie und Annaüber ihre Freie Trauung

Wie soll eure Freie Trauung aussehen?

Habt Ihr schon konkrete Vorstellungen für eure Freie Trauung?

Erzählt uns von eurer Traumhochzeit

Wir haben über 10 Jahre Erfahrung

Warum Haltung wichtiger ist als bloße Offenheit

Eine Freie Trauung ist nur dann wirklich passend, wenn die Person, die sie begleitet, nicht unbewusst doch wieder mit festen Bildern arbeitet. 

Denn viele Paare merken schnell, ob jemand nur allgemein offen klingt oder ob da echtes Verständnis, echte Aufmerksamkeit und eine ehrliche Reflexion der eigenen Perspektive da sind. Das zeigt sich in Sprache, in Fragen, im Zuhören und auch darin, ob jemand die Grenzen der eigenen Erfahrung benennen kann. 

Gerade dann, wenn ein nicht-queerer Trauredner oder eine nicht-queere Traurednerin ein queeres Paar begleitet, kann es sehr sinnvoll sein, das nicht zu überspielen. Niemand muss so tun, als hätte er oder sie dieselben biografischen Erfahrungen gemacht. Diese Erfahrung braucht man nicht zwingend, um eine gute, sensible und tiefgehende Zeremonie zu gestalten. Aber man sollte sie auch nicht einfach mitbehaupten. 

Man kann offen sagen: Ich habe diese Erfahrung nicht selbst gemacht, aber ich höre euch zu, nehme eure Perspektive ernst und möchte die Sprache mit euch so finden, dass sie wirklich zu euch passt. Genau darin kann große Professionalität liegen. 

Ob dieses Vertrauen dann entsteht, entscheidet am Ende natürlich ihr. 

Woran ihr im Kennenlerngespräch merkt,
ob ihr euch wirklich sicher fühlt

Das Kennenlerngespräch ist oft der Moment, in dem ihr sehr schnell spürt, ob es passt. Nicht über große Versprechen, sondern über feine Signale.

Queere freie Trauung in Berlin | Traurednerin Juliane Dreyer | Strauß & Fliege
Foto: Tina Umlauf

Hilfreiche Fragen können sein

  • Müssen wir viel erklären?
  • Fühlen wir uns selbstverständlich angesprochen?
  • Wird mit uns gesprochen oder eher über eine Vorstellung von queerer Hochzeit?
  • Ist die Person sprachlich aufmerksam?
  • Haben wir das Gefühl, dass auch Unsicherheiten oder sensible Themen hier gut aufgehoben wären?

Auch das Wording spielt dabei eine wichtige Rolle. Schon an scheinbar kleinen Dingen zeigt sich oft viel. Sind wir für die Person automatisch ein „Brautpaar“, obwohl das gar nicht passt? Wird offen gefragt, welche Begriffe für uns stimmig sind? Ist vom Hochzeitspaar, von Partner:innen, von Ehepartner:innen die Rede, wenn das näher an euch ist? 

Genau dort beginnt für viele Paare das Gefühl von Sicherheit: nicht erst in der fertigen Rede, sondern schon in der ersten Sprache des Kennenlernens. 

Was Strauß & Fliege in diesem Zusammenhang wichtig ist

Hier ist die Unterscheidung wichtig zwischen einer allgemeinen Branchenaussage und dem Selbstverständnis von Strauß & Fliege.

Allgemein gilt: Eine Freie Trauung kann LGBTQ+ Paaren einen sehr passenden Rahmen bieten, weil sie individuell gestaltet werden kann und sich nicht an feste Rollenbilder binden muss. 

Für Strauß & Fliege heißt das konkreter: Wir glauben, dass gute Begleitung genau dort beginnt, wo nicht übergestülpt, sondern zugehört wird. Dass man gemeinsam Sprache findet. Dass man weder künstlich politisiert noch wichtige biografische Erfahrungen glattbügelt. Und dass eine Zeremonie weder so tut, als gäbe es gesellschaftliche Unterschiede nicht, noch das Paar auf diese Unterschiede reduziert. 

Genau diesen Mittelweg zu finden, ist aus unserer Sicht Teil guter rednerischer Arbeit. 

Dazu gehört auch, dass in unserem Team unterschiedliche Perspektiven zusammenkommen. Manche unserer Trauredner:innen bringen eigene queere Lebenserfahrung mit, andere nicht. Beides kann in einer Begleitung gut funktionieren – entscheidend ist nicht allein die Biografie, sondern die Haltung, die sprachliche Sensibilität und das Vertrauen, das zwischen euch entsteht. 

Möchtet Ihr unsere Trauredner:innen kennenlernen?

Unsere erfahrenen Trauredner:innen begleiten Euch durch den ganzen Prozess.

Redner:innen entdecken

Für wen dieser Rahmen besonders gut passen kann

Eine queere Freie Trauung ist oft besonders passend, wenn ihr euch in einem oder mehreren dieser Punkte wiederfindet:

  • Ihr möchtet euch nicht an traditionelle Rollenbilder anpassen.
  • Ihr sucht eine Sprache, die wirklich zu euch passt.
  • Ihr möchtet selbst entscheiden, wie sichtbar queere Erfahrung in eurer Zeremonie sein soll.
  • Ihr wünscht euch eine Trauung, die eure Geschichte ernst nimmt, ohne sie auszustellen.
  • Ihr wollt euch sicher fühlen – nicht nur am Tag selbst, sondern schon in der Vorbereitung.
  • Ihr mögt klassische Elemente, aber zu euren Bedingungen.
  • Ihr sucht eine Begleitung, bei der Zuhören wichtiger ist als Pose.

Ihr sucht eine Begleitung, bei der Zuhören
wichtiger ist als Pose.

Eine Freie Trauung ist für LGBTQ+ Paare oft deshalb besonders passend, weil sie euch nicht in ein fertiges Hochzeitsbild presst. Sie kann eure Beziehung so zeigen, wie sie ist: persönlich, stimmig und wirklich eure. 

Dabei muss euer Queersein nicht automatisch zum Hauptthema der Zeremonie werden. Es darf Raum bekommen, wenn es zu eurer Geschichte gehört. Es darf aber auch im Hintergrund bleiben, wenn ihr euch vor allem als Hochzeitspaar im Mittelpunkt sehen möchtet. 

Gleichzeitig kann eine gute Freie Trauung tragen, dass manche Themen komplexer sind: Sprache, Sichtbarkeit, Familie, Sicherheit, vielleicht auch Erfahrungen von Verletzung oder späte Anerkennung. Nicht alles davon muss ausgesprochen werden. Aber es darf mitgedacht werden. 

Genau darin liegt oft die Qualität einer guten Begleitung: dass sie differenziert, aufmerksam und menschlich mit euch gemeinsam die Form findet, die wirklich zu euch passt.

Queere freie Trauung JKU Teichwerk Linz
Foto: Christina Kirsch Photography

Wie es danach weitergehen kann

Wenn ihr gerade noch grundsätzlicher verstehen möchtet, was eine Freie Trauung überhaupt ist, dann ist die übergeordnete Seite zum Thema Freie Trauung der richtige nächste Schritt. 

Wenn ihr schon wisst, dass ihr euch eine persönliche und offene Zeremonie wünscht, lohnt sich danach vor allem die Frage, welche rednerische Begleitung wirklich zu euch passt – sprachlich, menschlich und im Gefühl. 

Denn meistens beginnt genau dort nicht nur die Planung, sondern auch das Vertrauen. 

Für Menschen und ihre Geschichten.

Lernt unsere Redner:innen kennen

So begleiten wir Eure Geschichte

Ihr seid noch ganz am Anfang der Hochzeitsplanung?

Der erste Schritt ist oft schwer. Schaut doch zur Inspiration mal bei unseren Referenzen vorbei und erlebt, wie andere Paare geheiratet haben. Oder ihr stöbert einfach mal durch die Profile unserer Trauredner und schaut, ob euch jemand sympathisch ist!

Redner entdecken

Schon 800+ persönliche Erinnerungen geschaffen