Einen Sommer lang Hochzeiten - Ein Saisonrückblick von unserer Rednerin Eva

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Wenn Brautmütter begeistert sind und Brautväter noch nie etwas so schönes erlebt haben - Freie Trauung mit Eva in Berlin

In kaum einem Moment öffnen sich Menschen so rasch und umfassend wie in dem Augenblick, in dem sie über ihre Liebe erzählen. Diese Faszination erlebt unsere Rednerin Eva nun bereits eine ganze strahlende Hochzeitssaison lang. Lest selbst, was sie rückblickend berichtet.

Du bist jetzt in deiner ersten vollen Saison als Hochzeitsrednerin. Wie hast du dich auf die Hochzeiten vorbereitet?

Die beste Vorbereitung sind die intensiven Gespräche, die ich mit den Paaren führe. Ich versuche dann eine angenehme Atmosphäre herzustellen und klar zu machen: Je näher ihr mich an Euch ranlasst, desto persönlicher wird die Rede. Da gehört viel Vertrauen dazu. Was die Paare mir dann erzählen, entscheiden sie natürlich selbst, aber ich mache immer das Angebot, dass sie mir auch Dinge erzählen können, die nicht in die Rede einfließen, die aber helfen, sie besser kennenzulernen.

Warum hast du dich damals bei SuF gemeldet und haben sich deine Erwartungen erfüllt?

Ich habe Hochzeiten schon immer geliebt. Ich bin fasziniert von der Atmosphäre an diesem Tag, von der Einstellung aller Beteiligten, an diesem Tag alles Negative zu vergessen und sich an der Liebe zweier Menschen zu erfreuen. Ich dachte immer, Hochzeitsrednerin, das wäre auch was für mich. Da könnte ich meine Erfahrung als Journalistin und Moderatorin einbringen: Die schönsten Worte für große Momente zu finden. Bekommen hab ich dann noch viel mehr als das.

Als Hochzeitsrednerin lerne ich wahnsinnig spannende Menschen kennen und habe das Privileg, ganz schnell ganz viel Privates erfahren zu dürfen. Dadurch rücken die Paare und ich schnell zusammen. Von Familien und Freunden höre ich dann auf den Hochzeiten oft, dass die Rede geklungen habe, als wären wir schon lange befreundet. Neulich ist mir nach der Zeremonie die Mutter der Braut mehrmals weinend um den Hals gefallen, der Vater hat gesagt, es war die schönste Rede, die er je gehört hat. Diese Dankbarkeit zu spüren, ist wunderschön.

Was sind bleibende Eindrücke, die du aus deinen Gesprächen mit den Paaren mitgenommen hast?

Ich bin immer wieder überrascht, wie viel Persönliches die Paare mir erzählen, wie schnell sie Vertrauen fassen. Ich bin oft sehr berührt, wenn sie mir von Schicksalsschlägen erzählen oder in den Einzelgesprächen reflektieren, was ihr Partner ihnen bedeutet. Da fließen oft Tränen, bei der Braut genauso wie beim Bräutigam. Manchmal muss ich dann mitweinen, weil ich die Situation so gut nachvollziehen kann. Ich nehme selbst viel aus den Gesprächen mit. Denn wir denken zusammen über Fragen nach, auf die ich auch keine Antwort habe. Wie schafft man das, eine Beziehung auf dem langen Weg zu pflegen und zu erhalten? Weil ich selbst vor kurzem geheiratet habe, ist das auch für mich persönlich immer faszinierend.

Wie verliefen deine ersten Hochzeiten? Warst du aufgeregt?

Ein bisschen schon, aber das Adrenalin hilft mir, mich zu konzentrieren und Spannung in meinem Körper aufzubauen. Die brauche ich, um vor den vielen Leuten Präsenz auszustrahlen und meine Stimme zu modulieren. Aber ich weiß, ich kann mich auf das verlassen, was ich mitgebracht habe: Eine Rede, an der ich lange und intensiv gearbeitet habe und mit der ich zufrieden bin. Die Hochzeiten liefen ganz wunderbar. Durch die Zeremonien zu führen, ist eine große Ehre, die mich sehr glücklich macht. Ich freue mich auf jede einzelne  „meiner“ Hochzeiten. Die Aufregung, die Liebe und das Glück des Paares versprühen eine unglaubliche Magie. Das beseelt mich oft so sehr, dass ich diese Stimmung noch das ganze Wochenende in mir trage.

Was waren auch schwierige Momente?

Einmal fing es draußen mitten in der Traurede in Strömen an zu regnen und wir mussten schnell nach drinnen fliehen. Dort stand ich dann mit tropfenden Haaren und nassem Kleid, aber was soll man machen? The show must go on! Ein anderes Mal ging so ein starker Wind, dass die Notenständer der Musiker die ganze Zeit krachend neben mir zu Boden gefallen und die Seiten meiner Rede durcheinandergeraten sind. Ich musste mich dann erst mal wieder orientieren. Ich hab dann irgendeinen Spruch losgelassen, so dass alle über die Situation lachen konnten. Ich versuch' das mit Humor zu nehmen.

Welche Momente sind dir besonders in Erinnerung geblieben?

Die, in denen deutlich wird, was der größte Vorteil einer freien Trauung ist: Dass ich sie mit dem Paar so gestalten kann, wie die beiden es wollen. Einmal haben wir ein jüdisches Trauzeremoniell mit eingefügt, weil der Bräutigam aus einer jüdischen Familie kommt und  ihm das wichtig war. Ein anderes Mal habe ich für einen Teil der Trauung einen Imam dazugeholt, weil der Bräutigam persisch war, und dieser Teil seiner Kultur auch in der freien Trauung Platz finden sollte. Es ist wunderbar, zusammen mit dem Brautpaar herauszufinden, was ihnen wichtig ist und die Zeremonie genauso zu gestalten, wie die beiden es sich wünschen.

Was steht diese Saison noch bei dir an?

Im Dezember feiere ich mit einem Paar eine Winterhochzeit auf Englisch. Mit einem anderen Paar habe ich eine Überraschungshochzeit ausgeheckt. Die beiden laden ihre Gäste offiziell zu der Einweihungsfeier ihres Hauses ein, ich komme dann dazu und wir überraschen alle mit einer freien Trauung. Ich freue mich schon auf die Gesichter! Für solche Aktionen bin ich immer zu haben.

Hast du schon so was wie ein Markenzeichen entwickelt? Warum denkst du, sollten sich Paare speziell bei dir melden?

Ich glaube, die Paare merken bei mir schnell, dass ich ihnen ehrliches Interesse entgegenbringe. Wenn ich mit ihnen zusammen bin, lasse ich mich zu 100 Prozent auf sie ein und schenke ihnen meine ganze Aufmerksamkeit. Bei mir sind die Paare richtig, die eine ganz persönliche Zeremonie feiern wollen. Es macht mir großen Spaß, den Humor des Paares in meiner Rede aufzugreifen. Ich weiß, ich habe dann einen guten Job gemacht, wenn bei der freien Trauung viel gelacht, aber auch mal vor Rührung ein Tränchen vergossen wird.

Herzlichen Dank für die Zeit, die du dir zum Beantworten unserer Fragen genommen hast, liebe Eva!