Hochzeitsfotografie: GordiPics

Die schönsten Momente in Bildern festhalten, die man sich auch lange nach der Hochzeit immer wieder gerne anschaut – das liegt vielen Brautpaaren besonders am Herzen. Unsere Freie Rednerin Rune hat sich in Berlin mit dem Fotografenpaar Anett und Dirk Gordziel von GordiPics Fotografie getroffen, die Hochzeiten auf ganz besondere Art und Weise festhalten und mit ihrer persönlichen Art wie gemacht dafür sind, Freie Trauungen zu begleiten, wie wir finden.


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Anett und Dirk, ihr seid nicht nur privat, sondern auch beruflich ein Paar – wie kam es zu eurer Zusammenarbeit und seid ihr als Fotografen immer zu zweit aktiv?

 

Ja, uns bekommt man tatsächlich nur im Doppelpack! Dirk hat schon als Teenager von seinem Vater gelernt, mit der Spiegelreflexkamera umzugehen und später angefangen, professionell zu fotografieren. Nachdem wir auf unserem Grundstück in Brandenburg ein Studio eingerichtet hatten und parallel anfingen, Hochzeiten zu fotografieren, haben wir schnell gemerkt, dass Anett einen superguten Blick für schöne Bilder hat. Oft sah sie auf Hochzeiten tolle Situationen, die schon wieder vorbei waren, wenn sie Dirk darauf aufmerksam machen konnte. Nachdem Anett erstmal nur als Assistentin für Make-up und Haare dabei war, arbeiten wir deshalb seit 2012 als Fotografen auf Augenhöhe zusammen.

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Was ist das Besondere daran, als Hochzeitspaar von euch als Fotografenpaar begleitet zu werden?

 

Nur gemeinsam ist es uns möglich, die Zeremonie und das Fest aus zwei verschiedenen Perspektiven festzuhalten. Wir können sowohl verschiedene Situationen beobachten, die gleichzeitig passieren, als auch dieselbe Situation von zwei unterschiedlichen Positionen aus. Außerdem hat jeder von uns seinen eigenen Blickwinkel und seine eigene Bildsprache, die es zusammen einfach auf den Punkt bringen – das hat vielleicht was mit einem Unterschied zwischen Mann und Frau zu tun, aber auch zwischen uns als verschiedenen Persönlichkeiten. Das ist ein großer Mehrwert für die Gesamtauswahl der Bilder.

Besonders schön ist unsere Zusammenarbeit auch, wenn wir das getting ready begleiten – das Brautpaar kriegt in dem Moment ja nichts voneinander mit und wären wir nicht zu zweit und könnten parallel bei beiden dabei sein, würden viele wunderschöne Details verloren gehen. Gerade in dieser Zeit vor der Hochzeitszeremonie ist jeder auf seine Art und Weise aufgeregt und angespannt. Die Braut ist vielleicht zusammen mit ihren Freundinnen, die sich alle hübsch machen, alles liegt bereit. Der Bräutigam ist auch aufgeregt, geht nochmal in sich, hat vielleicht Probleme damit, sich die Krawatte zuzubinden. Das sind auf ihre Art und Weise kostbare Momente, die wir zu zweit besonders gut festhalten können.

 

Ihr habt euch auf Hochzeits- und Livestyle-Fotografie spezialisiert – was zeichnet euren fotografischen Stil aus?

 

Natürlichkeit ist uns besonders wichtig. Deshalb nutzen wir das Studio heute eigentlich nur noch für das Vorgespräch mit dem Paar. Natürliche Fotos im Studio – das widerspricht sich einfach. Wir sind davon überzeugt, dass Bilder am meisten aussagen, wenn sie im privaten Umfeld des Paares oder der Familie stattfinden. Deshalb verabreden wir uns für ein Lifestyle Shooting direkt beim Paar Zuhause oder in der Natur, an ihren Lieblingsplätzen. Beim Spazierengehen zum Beispiel entstehen ungestellte, natürliche Fotos dann wie von selbst, fast nebenbei. Der natürliche Stil unserer Bilder entsteht außerdem durch die Belichtung. Wir setzen auf das natürliche, vorhandene Licht mit knapper Tiefenschärfe. Auf Blitztechnik verzichten wir soweit wie möglich. Das gilt auch für unsere Hochzeitsreportagen. Was uns besonders freut, ist wenn unsere Fotos am Stil schon erkannt werden: “Das ist doch GordiPics!”

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Was ist euch bei der Zusammenarbeit mit einem Brautpaar besonders wichtig?

 

Die persönliche Beziehung. Wenn es keine gegenseitige Sympathie gibt, kann sich das Paar  nicht gut entspannen. Deshalb ist uns extrem wichtig, das Paar im Vorgespräch gut kennenzulernen. Da legen wir auf ganz ähnliche Dinge wert wie ihr Redner von Strauß & Fliege. Wir nehmen uns richtig Zeit dafür, versuchen Stress rauszunehmen – den haben die Paare ja meistens in der Planungsphase der Hochzeit. Wenn man etwas voneinander weiß, wenn man schon ein Gespür füreinander bekommen hat, dann entsteht eine ganz andere Vertrautheit und die zeigt sich auch in den Bildern, die am Ende dabei rauskommen. Je länger wir in dem Bereich arbeiten, desto häufiger kommen auch Paare auf uns zu, die ganz ähnlich ticken wie wir. Viele Freundschaften sind mittlerweile schon so entstanden und immer wieder kommt es vor, dass die Gäste uns gar nicht mehr als engagierte Fotografen wahrnehmen, sondern denken, wir gehören einfach zur Hochzeitsgesellschaft dazu – das ist für uns eine Riesenbestätigung und letztlich unser Ziel. Dadurch sind wir in der Lage, auf einer Hochzeit völlig ungezwungene Bilder zu machen.

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Wie viele Fotos schießt ihr so an einem Hochzeitstag?

 

 

Bei einer 8-Stunden-Reportage, oft mit getting ready oder mit dem Beginn der Party am Abend, kommen wir auf ca. 2.500 Bilder, von denen wir dem Brautpaar mindestens 400 Bilder zusichern. Bei unserer Mindestbuchung von 4 Stunden sind es weniger Bilder und wir sichern vertraglich mindestens 100 Bilder zu, bisher bekamen aber alle Paare wesentlich mehr. Wie gesagt fotografieren wir beide, Anett trifft dann Zuhause mit ihrem weiblichen Gespür die Auswahl. Dirk ist technisch versierter und kümmert sich danach um die Bildbearbeitung.

 

 

 

Was ist das Verrückteste, das ihr auf einer Hochzeit erlebt habt?

 

 

Bei einer Sommerhochzeit direkt an der Spree, als nach der Trauung bei über 30 Grad die Männer vorm Kaffeetrinken kurzerhand ihre Anzüge über die Reling gehauen haben und alle nackt baden gegangen sind. Die Frauen haben ein bisschen entsetzt geguckt und die Männer waren alle nackt in der Spree.

 

 

 

Ihr wohnt in der Nähe von Berlin auf dem Land – wie weit reist ihr zu euren Hochzeitspaaren?

 

 

Meistens werden wir für Berlin/Brandenburg gebucht. Wir nehmen aber auch weitere Wege in Kauf, auch Hochzeiten im Ausland finden wir spannend. Wenn die Hochzeit in unserer Nähe stattfindet, machen wir nach Möglichkeit ca. 14 Tage vorher eine Ortsbegehung  mit dem Paar. Wenn die Anreise zu weit ist, reisen wir am liebsten einen Tag vorher an, um den Ort kennenzulernen und die Reportage vorzubereiten.

 

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Anett und Dirk Gordziel

Gibt es für euch auch No Gos, also Vorstellungen, bei denen ihr sagt “Sorry, aber dafür müsst ihr euch jemand anderen suchen”?

 

Fotografen sucht man sich anhand des Bildstils aus. Man schaut, was machen die für Bilder und entscheidet sich dann für den Stil und der hat bei uns natürlich Kontinuität. Wenn also ein Paar mit ganz anderen Vorstellungen ankommt, zum Beispiel Schwarz-weiß-Fotos mit rauscoloriertem Blumenstrauß, dann passen wir vom Stil her leider einfach nicht zusammen.

 

Ihr habt schon viele Hochzeiten begleitet – habt ihr zum Abschluss noch eine Empfehlung an Brautpaare für ihren großen Tag?

 

Gelassen bleiben! Macht euch den schönsten Tag eures Lebens wirklich so, wie ihr wollt, zelebriert ihn für euch selbst als Paar, nicht um Verwandte zufriedenzustellen oder in einen Wettbewerb mit schon verheirateten Paaren zu treten. Genießt euren Tag, so wie es kommt! Es kann immer was schiefgehen, zum Beispiel mit dem Wetter. Wenn ihr schon vorher denkt, das war das Schlimmste was passieren könnte, dann wissen wir schon wie ihr guckt, wenn es wirklich passiert. Wir hatten dieses Jahr zwei Trauungen draußen im Freien, bei denen es geregnet hat. Wir hatten ein Paar, das ist durch den Regen getanzt! Und das andere Paar war auch extrem relaxt: Die Braut hat sogar einen Schirm abgelehnt, den Verwandte ihr angeboten haben und nach dem Regen sah sie immer noch total toll aus! Die haben einfach ihren Tag genossen und wenn sie das können, dann können wir das entsprechend auch mit Fotos einfangen.

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Eure Rune

Freier Redner, Freie Trauung, Hochzeitsredner

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